1984

Filmposter 1984

6.5/10

Originaltitel: Nineteen Eighty-Four
GB | 1984 | 106 Min. | FSK: ab 16
Science-Fiction, Drama
Regie: Michael Radford
Drehbuch: Michael Radford
Besetzung: John Hurt, Richard Burton, Suzanna Hamilton u.a.
Kinostart: 09.11.84
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.06.13/10.09.15

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

London, Hauptstadt von Ozeanien: Das Reich wird regiert von der Partei, die sämtliche Bürgerinnen und Bürger mit strengster Hand auf Systemtreue überwacht. Schon ein falscher Gedanke ist ein Verbrechen. Winston Smith, der für die Partei im Ministerium für Wahrheit arbeitet, zweifelt heimlich an der Regierung. Und wie sich herausstellt, ist er nicht allein.

Wie ist der Film?

George Orwells 1948 fertiggestellter Roman „1984“ ist eine der berühmtesten, wichtigsten Dystopien der Literaturgeschichte. Der Film von Michael Radford ist bereits die zweite Kino-Adaption des Stoffs, dafür die einzige, die exakt zu der Zeit gedreht wurde, in welcher der Roman spielt. Doch ob in den 40er Jahren, den 80er Jahren oder heute: die Geschichte bleibt erschreckend aktuell und warnt eindrücklich vor totalitären Tendenzen in der Politik.

Für die drei Hauptfiguren des Romans findet Radfords Film eine ideale Besetzung. John Hurt („Alien“) ist ein sanfter Sympathieträger und beherrscht die Nuancen, an denen man den Systemzweifler erkennt. Suzanna Hamilton gelingt der Spagat zwischen unscheinbar und frech, naiv und listig. Richard Burton („Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“), hier in seiner letzten Rolle, besticht durch seine Erhabenheit.

„1984“ ist eine erschütternde Zukunftsvision, die immer wieder eine reale Gegenwart streift. Der Film fasst noch einmal zusammen, was der Roman zum Ausdruck bringt und zeichnet eine gnadenlos triste Atmosphäre – das unausgesprochene Übel ist permanent spürbar. Eine gelungene, vorlangentreue filmische Übersetzung mit dezenter Vereinfachung und starkem Ensemble. Wer den Roman allerdings nicht kennt, sieht sich einer etwas kryptischen Erzählung gegenüber, und in bewegten Bildern wirkt die konsequente Kälte des Stoffs umso anstrengender.

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