(500) Days of Summer

(500) Days of Summer

7/10

Originaltitel: (500) Days of Summer
USA | 2009 | ca. 95 Min. | FSK: ab 0
Komödie, Liebesfilm
Regie: Marc Webb
Drehbuch: Scott Nestadter, Michael M. Weber
Besetzung: Joseph Gordon-Levitt, Zooey Deschanel u.a.
Kinostart: 22.10.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 19.03.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Tom ist hin und weg als eine neue Arbeitskollegin namens Summer in sein Leben tritt. Er ist verliebt, doch Summer glaubt nicht einmal an diese Art von Liebe. 500 Tage dauert die aufregende Geschichte der beiden.

Wie ist der Film?

Mit etwas Product-Placement und allseits beliebter Indie-Mucke ist „(500) Days of Summer“ an sich auch nicht viel mehr als eine moderne Romantik-Komödie, die Till Schweiger gerne eingefallen wäre. Doch die selbstironisch einem klischeehaften Kinotrailer entsprungene Erzählerstimme macht gleich zu Beginn klar: „This is not a love story“. Das Interessante und Besondere am Film ist die Art, wie die Geschichte dieses Versprechen zu halten gedenkt.

„(500) Days of Summer“ zeit die Ecken und Kanten einer Beziehungskiste einfallsreich und mehr als nachvollziehbar, driftet schließlich aber auch in die träumerische Hollywood-Welt ab, wenn etwa der Protagonist mit einer spontanen, emotionsgeladenen Rede vor ahnungslosem Publikum seinem Frust Luft macht. Doch so geschickt, wie die Bilder und Töne durchkomponiert sind, mag man sich derartige Klischeehaftigkeit kaum bewusst machen.

Die Thematik ist wohlbekannt, doch der Reiz sind die vielen originellen Einfälle, die immer wieder blitzlichtartig für Lacher sorgen und die ein- oder andere gewitzte Film-Hommage bergen. Ein markantes Hauptdarstellerpaar hält den Stoff zusammen, zehrt aber auch von mindestens genauso überzeugenden Nebendarstellern (Toms unglaublich erwachsene kleine Schwester und seine zwei eigensinnigen Kumpel).

Ob erwiderte, unerwiderte oder kaputt gegangene Liebe – „(500) Days of Summer“ spricht so ziemlich jeden Menschen an, der solche Erfahrungen gemacht hat, teils mit kecken, frischen Ideen, teils mit der altbewährten Genre-Rezeptur. Ein warmherziger Film, der darauf abzielt, mit ausbleibendem Kitsch zu überraschen, letztlich aber doch kitschig ist, jedoch auf eine eigene Weise. Daher: alles in Ordnung.

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