7 Filme, die Tabus brachen

Frau schlägt Hände vor den MundDer Reiz des Verbotenen ist so alt wie Adam und Eva. Ein Tabubruch gibt einen Kick. Viele Künstler sorgen mit Tabubrüchen aber auch dafür, dass über wichtige Themen mehr diskutiert wird. Die Enttabuisierung kann eine Bereicherung für alle sein. Während man im Alltag eher um Diskretion bemüht ist, geben sich Filme oft sehr freizügig. Eine Liste mit Tabubrüchen unterschiedlicher Art.

01. Der große Diktator (1940)


Dass Charles Chaplin und Adolf Hitler sich den Bart-Look teilten, ist bekannt. Tatsächlich spielte Chaplin auch mit dieser Ähnlichkeit. In seinem vielleicht wichtigsten Film „Der große Diktator“ zieht er Hitler und das Dritte Reich satirisch durch den Kakao. Wohlgemerkt erschien der Film mitten im Zweiten Weltkrieg. Das nennt man Mut. Legendär ist die Szene, in der Diktator Anton Hynkel seine Rede in einer lustigen, an das Deutsche erinnernden Fantasiesprache hält. Chaplin spielte auch einen jüdischen Friseur, der am Schluss des Films für Menschlichkeit und Frieden appelliert.

02. Psycho (1960)


Alfred Hitchcocks Klassiker „Psycho“ brach mehrere Tabus. Doch dabei geht es nicht direkt um Gewaltdarstellung, wie man vermuten könnte. Zum einen war die Tatsache, dass die Hauptfigur mitten im Film stirbt ein Verstoß gegen erzählerische Konventionen. Zum anderen ist „Psycho“ der erste amerikanische Film, in dem eine Toilettenspülung zu sehen und zu hören ist – damals genug, um Zensoren zum Erröten zu bringen.

03. Das Leben des Brian (1979)


Eine derart bissige Religionskritik hatte das Mainstreamkino nie zuvor gesehen. Selbstredend hagelte es Protest von unzähligen gläubigen Vereinigungen. Der Komikertruppe Monty Python verhalf die Kontroverse letztlich nur zu mehr Berühmtheit. „Das Leben des Brian“ gilt, neben „Die Ritter der Kokosnuß“ als ihr Meisterwerk und einer der lustigsten Filme aller Zeiten.

04. Nackt und zerfleischt (1980)


„Nackt und zerfleischt“, auch bekannt als „Cannibal Holocaust“ gilt als einer der ersten Vertreter des Found-Footage-Genres. Neben zahlreichen Schandtaten ist der Kannibalenfilm vor allem für seine realen Tiertötungen bekannt. Außerdem wirkten die Morde an den menschlichen Figuren so echt, dass Regisseur Ruggero Deodato vor Gericht die Lebendigkeit seiner Besetzung beweisen musste.

05. Nekromantik (1987)


Ein deutscher Low-Budget-Streifen erreichte wegen seiner obskuren Thematik Kultstatus: „Nektromantik“ von Jörg Buttgereit erzählt von einem Pärchen, das eine erotische Beziehung mit einer Leiche führt. Nekrophilie ist ein durchaus realer Fetisch.

06. Irreversibel (2002)


Gaspar Noé gilt als Skandalregisseur – Kontroversen sind vorprogrammiert. Sein zweiter Spielfilm „Irreversibel“ ist vor allem berüchtigt wegen einer minutenlangen Vergewaltigungsszene mit Schauspielerin Monica Bellucci, die ohne Schnitt und ohne Kamerabewegung auskommt. Der letzte Film, den man beim ersten Date sehen will.

07. Nymphomaniac (2013)


Der dänische Skandalregisseur Lars von Trier lässt sich immer wieder neue Wege einfallen, um sein Publikum zu schockieren. In seinem Geniestreich „Nymphomaniac“ erweckt er in expliziten Szenen die Illusion, die Hollywoodstars hätten echten Sex. Tatsächlich verwendete er aber Pornodarstellerinnen und -darsteller als Doubles.

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