7 Filme, die überraschend einen Oscar gewannen

Möglich ist alles – darin liegt der Reiz bei Preisverleihungen. Bei der Oscarverleihung zeichnen sich – gerade in der Königskategorie ‚Bester Film‘ – meist schon im Vorfeld klare Favoriten ab. Umso spannender, wenn die Wettbüros Kopf stehen und ein Überraschungsfall eintritt. Diese Filme gewannen eher unerwartet einen Oscar.

01. Schlagende Wetter (1942)


„Citizen Kane“ von Orson Welles wurde von Fachblättern immer wieder als ‚bester Film aller Zeiten‘ bezeichnet und gilt bis heute als wegweisend im Einsatz diverser Stilmittel. Die Academy dachte damals jedoch anders und verlieh den Hauptpreis an den heute vergessenen „Schlagende Wetter“, im Original „How Green Was My Valley“. „Citizen Kane“ erhielt einen Oscar für das Drehbuch.

02. Rocky (1977)


Sylvester Stallones Drehbuchdebüt „Rocky“ ging 1977 als absoluter Underdog ins Rennen – wie die Hauptfigur des Films. Das Märchen war perfekt, als das Boxerdrama die Favoriten „Network“ und „Die Unbestechlichen“ besiegte. Die ebengenannten Konkurrenten erhielten jeweils vier Oscars, „Rocky“ nur drei, darunter aber eben den wichtigsten.

03. Shakespeare in Love (1999)


Komödien haben seit jeher schlechte Chancen bei den Oscars. Drum staunten Presse, Publikum und Beteiligte nicht schlecht, als „Shakespear in Love“ als bester Film ausgezeichnet wurde. Steven Spielbergs Kriegsdrama „Der Soldat James Ryan“ mit Tom Hanks wäre in diesem Jahr der klassische Siegerfilm gewesen. Wäre.

04. Chicago (2003)


Ähnlich ungewöhnlich wie eine Komödie ist ein Musicalfilm unter den Siegern. Doch 2003 legte „Chicago“ einen Triumphzug mit 6 Oscars bei 13 Nominierungen hin. Der Favorit „Gangs of New York“ von Martin Scorsese erlebte unterdessen eine Blamage mit null von zehn möglichen Oscars.

05. L.A. Crash (2006)


Die schwule Cowboy-Romanze „Brokeback Mountain“ eroberte die Herzen von Kritik und Publikum und ging auch bei den Oscars 2006 als klarer Favorit ins Rennen. Doch im letzten Moment kam das episodische Rassismus-Drama „L.A. Crash“ um die Ecke und schnappte sich den Hauptpreis. Homophobie-Vorwürfe an die Academy waren die Folge.

06. 20 Feet From Stardom (2014)


Zwar nicht unter den fiktiven Filmen, aber in der Kategorie ‚Bester Dokumentarfilm‘ sorgte „20 Feet From Stardom“ 2014 für Empörung. Das eher seichte Portrait von Backgroundsängerinnen und -sängern im Schatten großer Stars schlug den erschütternden „The Act of Killing“. „The Act of Killing“ erforscht die Massenmorde in Indonesien 1965–66 und galt vielerorts als sicherer Gewinner.

07. Moonlight (2017)


Zunächst schien alles wie erwartet und der allseits beliebte „La La Land“ erhielt nach fünf Goldjungen auch den Oscar für den besten Film – „Chicago“ hatte ja bewiesen, dass Musicals es können. Dann während der Dankesrede der Schock: Ein falscher Umschlag wurde vorgelesen! „Moonlight“ war der tatsächliche Gewinner, mit nur zwei weiteren Oscars. Nicht nur eine historische Panne, sondern auch eine große Überraschung.

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