Akte X – Jenseits der Wahrheit

Akte X – Jenseits der Wahrheit

4/10

Originaltitel: The X-Files: I Want to Believe
USA, CA | 2008 | 105 Min. | FSK: ab 16
Thriller
Regie: Chris Carter
Drehbuch: Chris Carter, Frank Spotnitz
Besetzung: David Duchovny, Gillian Anderson, Amanda Peet, Billy Connolly, Alvin „Xzibit“ Joiner, Mitch Pileggi u.a.
Kinostart: 24.07.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 21.11.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Im verschneiten Virginia verschwinden mehrere Frauen. Die einzigen Tathinweise liefern die Visionen eines pädophilen Geistlichen. Die ermittelnde FBI-Agentin wendet sich an Dana Scully, die inzwischen nur noch als Ärztin arbeitet. Scully wiederum soll Fox Mulder ausfindig machen, dessen besondere Kenntnisse gefragt sind. Unverhofft wagen Mulder und Scully sich an einen neuen, grausigen Fall.

Wie ist der Film?

Nach überlangem Entwicklungsstadium erblickte 2008 doch noch ein zweiter „Akte X“-Kinofilm das Licht der Welt – und enttäuscht gerade in Anbetracht der Wartezeit auf ganzer Linie. Trotz des verheißungsvollen Titels bezieht sich „Jenseits der Wahrheit“ nicht auf die staffelübergreifende Mythologie der TV-Serie, sondern zeigt einen für sich allein stehenden neuen Fall für Mulder und Scully, in dem nicht einmal Außerirdische auftauchen. Als würde dieser Ansatz die Fangemeinde nicht schon genug vor den Kopf stoßen, ist dieser Fall kaum so spannend wie eine durchschnittliche „Akte X“-Episode.

Obwohl hier erneut die ursprünglichen Schöpfer der Serie am Werk waren, fehlt „Jenseits der Wahrheit“ jeglicher Charme. Die Handlung bleibt weitgehend frei von Höhepunkten; ein Showdown lässt sich nur mit gutem Willen bestimmen. Um den austauschbaren Krimi strickt sich hier und da ein bisschen plakative Mulder- und Scully-Nostalgie. Von Agent Doggett und Agent Reyes – in der Serie das offizielle Nachfolgeteam der beiden – fehlt jede Spur, dabei waren die so schlimm auch wieder nicht. Der unharmonische Schnitt, die teils befremdliche Musik und die Besetzung von Rapper Xzibit als Special Agent tragen nicht gerade positiv zum Gesamteindruck bei.

Dass Mulders bekannter Synchronsprecher Benjamin Völz wegen zu hoher Gagenforderung ausgetauscht wurde, ist nur noch das Tüpfelchen auf dem i des Scheiterns. „Akte X – Jenseits der Wahrheit“ punktet mit einer konsequent düsteren Atmosphäre, weiß inhaltlich aber kaum zu packen und ist im Kontext der Kultserie einfach nur überflüssig.

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