Alien: Covenant

Filmposter Alien: Covenant

6.5/10

Originaltitel: Alien: Covenant
USA | 2017 | 122 Min. | FSK: ab 16
Science-Fiction, Thriller, Horror
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: John Logan, Dante Harper
Besetzung: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Carmen Ejogo, Demián Bichir u.a.
Kinostart: 18.05.17
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © 2017 Twentieth Century Fox

Worum geht’s?

2104: Die Besatzung des Raumschiffs USCSS Covenant erwacht durch einen Unfall vorzeitig aus dem Hyperschlaf. Eigentlich ist die Crew auf dem Weg zum weit entfernten Planeten Origae-6, um diesen zu kolonisieren. Doch der Funkspruch einer Frau lenkt sie zu einem anderen, näheren Planeten, den sie bislang nicht auf dem Schirm hatten. Die Oberfläche scheint perfekt für menschlichen Lebensraum, aber als sich Crewmitglieder mit fremdartigen Sporen infizieren, beginnt ein Albtraum.

Wie ist der Film?

Szenenbild Alien: Covenant„Alien: Covenant“ ist das Sequel des Prequels, knüpft also an „Prometheus – Dunkle Zeichen“ an und spinnt die Vorgeschichte von „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremdem Welt“ weiter. Fühlte sich „Prometheus“ noch sehr kryptisch an, wird das große Ganze mit „Alien: Covenant“ endlich konkreter – sattere, blutigere Action inklusive.

Die außerirdischen Monster haben natürlich weniger Charme als in den Originalfilmen, da sie gänzlich aus dem Computer stammen. Nichtsdestotrotz zeigt Regisseur Ridley Scott („Der Marsianer – Rettet Mark Watney“) auf seine alten Tage, dass er noch weiß, wie man nervenzerrenden Terror inszeniert. Dazu trägt auch Jed Kurzels Musik bei, die erfreulich oft Jerry Goldsmiths Arbeit von 1979 zitiert. Der Film balanciert gekonnt zwischen einer interessanten metaphysischen Komponente und klassischem Sci-Fi-Horror. Scott spinnt also seine große Vision aus „Prometheus“ weiter, schlägt aber auch die Brücke zu seinem Original-„Alien“ und stillt den Splatter-Hunger des Publikums.

In der neuen Raumschiffcrew glänzt vor allem Roboter-Darsteller Michael Fassbender, mehr noch als im Vorgängerfilm. Billy Crudup („Spotlight“) als Captain wider Willen und Katherine Waterston („Inherent Vice – Natürliche Mängel“) als Offizierin gefallen durch die innere Unsicherheit ihrer Figuren, wodurch sie den Badass-Stereotypen umschiffen. Zu erwähnen bleibt ein positiv überraschender Danny McBride („Das ist das Ende“), den man sonst fast nur aus komödiantischen Rollen kennt. Dass das Ensemble ansonsten vorwiegend aus Kanonenfutter besteht, kann man Scott und seinen Autoren nicht verübeln.

In weiten Teilen ist „Alien: Covenant“ das, was sich die Fangemeinde schon bei „Prometheus“ erhofft hatte. Nachdem „Prometheus“ das große Fass komplexer Hintergründe aufmachte, gibt es nun einige Puzzleteile zusammenzusetzen und Aha-Momente zu erleben. „Alien: Covenant“ funktioniert als Erklärungsfilm wie auch als spannender Horrortrip, mit einer wunderbar zynischen, wenn auch arg vorhersehbaren Wendung. Der nunmehr sechste Eintrag in der Reihe wirkt freilich nicht so atmosphärisch wie der Ur-Film oder dessen Fortsetzung, dafür weniger fad als „Alien 3“ (1992) und weniger trashig als „Alien – Die Wiedergeburt“ (1997). Auch wenn Scott seinen eigenen Mythos zerstören mag, seine Ideen sind geistreich – weitere Alien-Filme von ihm sind geplant.

Ähnliche Filme

Prometheus – Dunkle Zeichen
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremdem Welt
Aliens – Die Rückkehr
Alien 3
Alien – Die Wiedergeburt
Pandorum

2 Kommentare

  1. Ist dieser Film wirklich geistreich? Also ich habe einen total dummen Film gesehen. Höhepunkte sind ein homoerotisches Flötenspiel und ein Handkantenkampf zwischen zwei philosophierenden Androiden. Klingt nach Trash. Yes, ist es. Trash der sich sehr ernst gibt. Das Beste ist die Musik.

    • Zumindest finde ich das Konzept, Menschheitsgeschichte umzuschreiben (und wie das Ganze gelöst ist) beeindruckend und recht clever. Also bei mir braucht es mehr, um es Trash zu nennen, MINDESTENS eine mutierte Ripey mit übertriebenen Basketball-Skills. 😉

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