Alien vs. Predator

Filmposter Alien vs. Predator

5.5/10

Originaltitel: Alien vs. Predator
USA, GB, CZ, CA, DE | 2004 | ca. 103 Min. | FSK: ab 16
Action, Horror, Science-Fiction
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: Paul W. S. Anderson
Besetzung: Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen u.a.
Kinostart: 04.11.04
DVD/Blu-Ray VÖ: 21.04.05/23.04.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Firmengründer Charles Bishop Weyland erfährt durch ein Satellitensignal von einer Pyramide, die nahe der Antarktis 600 Meter unter dem Eis liegen soll. Kurzerhand stellt er das bestmögliche Expeditionsteam zusammen und bricht dorthin auf. Was die Menschen nicht ahnen: Sie geraten mitten in einen uralten Krieg zweier außerirdischer Spezies.

Wie ist der Film?

Ein langer Weg: Eingeführt wurden die Kult-Außerirdischen 1979 in „Alien“ beziehungsweise 1987 in „Predator“. Anfang der 90er Jahre erschienen Comics, in denen sich beide Spezies erstmals trafen, doch erst nach der Jahrtausendwende fand das große Crossover auch im Kino statt. Und es geht zur Sache – Regisseur und Autor Paul W.S. Anderson („Resident Evil“) hält, was der Filmtitel verspricht.

Die antarktische Gegend gibt einen unverbrauchten, schlüssigen Schauplatz ab. Die im Eis liegende altertümliche Pyramide wirkt dagegen erst einmal befremdlich, schließlich sind deren Bewohner eher futuristisch angelegt. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit funktioniert die Grundidee passabel. Bis auf wenige (CGI-) Ausnahmen sehen die Aliens so bedrohlich aus wie eh und je. Die Predator-Kreaturen scheinen im Vergleich zum Original auf Steroiden zu sein, können aber ebenfalls überzeugen. Vor allem enthüllt „Alien vs. Predator“ in Rückblenden endlich auch die Vergangenheit und Beweggründe der außerirdischen Jäger. Schon allein dadurch entsteht ein Mehrwert.

Auffällig: Die Dauer vom Facehug bis zum Chestburst (der „Alien“-Fan wird verstehen) wurde hier aus dramaturgischen Gründen drastisch verkürzt, was für mehr Tempo sorgt, das Prozedere aber auch trivialisiert. Einen Tod muss man eben sterben. Im Sterben ist „Alien vs. Predator“ ohnehin gut, nur die entschärfte FSK-16-Gewaltdarstellung zugunsten von Massentauglichkeit dämpft den Spaß ein wenig.

Mit der Besetzung von Lance Henriksen gelingt ein schöner Bogen zu der „Alien“-Reihe – er spielt hier das menschliche Vorbild für den Androiden Bishop in „Aliens – Die Rückkehr“. Die bis dato eher unbekannte Sanaa Lathan erweist sich daneben als charismatische, starke Hauptdarstellerin. Der Rest ist erwartungsgemäß nur Monsterfutter.

„Alien vs. Predator“ ist solide getrickster Horror-Durchschnitt in interessanter Kulisse. Eine nette Schlusspointe liefert die Überleitung zu der wesentlich schwächeren Fortsetzung „Aliens vs. Predator 2“. Für ein Verständnis des großen Ganzen ist nun noch wichtig zu wissen: „Alien“-Regisseur Ridley Scott sieht die Crossover-Filme nicht als Teil seiner angedachten Saga. Daher steht die Handlung von Scotts Prequel „Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2014) ein Stück weit in Konflikt mit „Alien vs. Predator“. Beide Varianten der Hintergrundgeschichte haben ihren eigenen Reiz.

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