American Pie 2

Filmposter American Pie 2

8.5/10

Originaltitel: American Pie 2
USA | 2001 | 106 Min. | FSK: ab 12
Komödie
Regie: James B. Rogers
Drehbuch: Adam Herz
Besetzung: Jason Biggs, Chris Klein, Shannon Elizabeth, Thomas Ian Nicholas, Tara Reid, Mena Suvari, Eugene Levy u.a.
Kinostart: 27.09.01
DVD/Blu-Ray VÖ: 31.03.02/15.03.12

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Die Collegezeit hat begonnen. In den ersten Sommerferien trommelt Kevin seine Jungs zusammen, um in einem Ferienhaus am Michigansee einen erleuchtenden Partyurlaub zu verbringen, wie es einst sein großer Bruder getan hatte. Jim ist alles andere als entspannt, da die berüchtigte Austauschstudentin Nadja ihren Besuch angekündigt hat. Er bittet seine erste und bisher einzige Sexpartnerin Michelle im Band-Camp um ein Training.

Wie ist der Film?

Gute Fortsetzungen müssen entweder mit ganz neuen Ansätzen verblüffen, oder die Zutaten des Originals schlüssig begründet sowie mit ausreichend neuen Ideen und eigenen Reizen nochmal verarbeiten. „American Pie 2“ ist ein Paradebeispiel für letztere Variante. Wer die Charaktere aus Teil 1 liebgewonnen hat, ist auf alle Fälle daran interessiert, wie es ihnen ergangen ist. „American Pie 2“ hat daher genügend zu erzählen, setzt bei der Attacke auf die Lachmuskeln sogar noch einen drauf und macht dabei aber keine Abstriche in der Substanz. So soll es sein – ein doppelt freudiges Wiedersehen.

Mit den Figuren ist auch die Form gereift: „American Pie 2“ ist technisch klar ausgefeilter, mit einem schöneren Look, besserem Schauspiel und noch fetterem Soundtrack. Aus dem gewohnten Humor sind diesmal regelrechte Chaos-Choreografien entstanden. Höhepunkte wie der Gleitgel-Unfall oder das Lesbenspiel sind derart genial ausgeklügelte Witz-Kettenreaktionen, dass man mit dem Johlen und Prusten kaum hinterher kommt. Wie sich daraus schon erahnen lässt, ist dieser zweite Teil noch etwas schlüpfriger als der erste, ruht sich aber keinesfalls nur darauf aus.

„American Pie2“ ist die perfekte Symbiose aus Sex und Comedy, eine schöne Hommage an klassische Strandparty-Filme à la „Eis am Stiel“, gleichzeitig aber auch ein Film über Liebe und wahre junge Männerfreundschaft. Kleine Schlüsselmomente wie das Zuprosten auf der finalen Party sagen mehr als 1000 Worte und machen die besondere Qualität der Geschichte aus. Das funktioniert natürlich nur, weil die Charaktere den Machern – und damit bestimmt auch dem Publikum – wirklich am Herzen liegen. Jede einzelne der Haupt- und Nebenfiguren hat ihre eigenen Macken und ihre eigene Geschichte, und jede kleine Geschichte findet im zwar reichlich konstruierten aber klug durchdachten Drehbuch ihr gutes (vorläufiges) Ende.

„American Pie 2“ zeigt mühelos, dass es sich lohnt, die Geschichte weiter zu erzählen. Der Aufbau dieser Fortsetzung ist nahezu identisch mit dem des erstens Teils, nur etwas gemütlicher (allerdings nicht langweiliger) erzählt sowie mit mehr Fokus auf Jim, und dennoch steckt darin so viel frische Kreativität, Weiterentwicklung und Herz, dass nicht der Eindruck des Aufgusses entsteht. Das ist ein Fest der guten Laune und für echte Fans des Originals absolut befriedigend.

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