Anaconda: Offspring

DVD-Cover Anaconda: Offspring

3/10

Originaltitel: Anaconda 3: Offspring
USA, RO | 2008 | 87 Min. | FSK: ab 18
Horror, Action, Direct-to-DVD
Regie: Don E. FauntLeRoy
Drehbuch: Nicholas Davidoff, David C. Olson
Besetzung: Crystal Allen, David Hasselhoff, J. Rhys-Davies u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.11.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Sony Pictures Home Entertainment
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Ein Experiment unter der Leitung von Dr. Amanda Hayes geht gründlich schief: Zwei riesige, hungrige Anakondas entkommen aus einem Forschungslabor. Eine Gruppe von Profis, bestellt von Geldgeber Murdoch, macht sich auf, um die Biester zu stoppen und eine Vermehrung zu verhindern. Das Schlangenfutter häuft sich.

Wie ist der Film?

Jennifer Lopez, Ice Cube und John Voight brachten 1997 mit „Anaconda“ die trashige Schlangensaga ins Rollen. Die mit einer Handvoll muskelbepackter Schönlinge gespickte Fortsetzung „Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee“ von 2004 fiel erwartungsgemäß lau aus. Nun, vier Jahre später, macht ein Name die Kenner der Riesenschlangen stutzig: David Hasselhoff. Sein Gesicht ziert das DVD-Cover und ist wohl auch das einzige, was auf den Film aufmerksam macht. Womit man uns hier zu ködern versucht ist eine Falle, die sich nicht schwer erahnen lässt. Der abgehalfterte Star kann bei dem unfreiwillig komischen B-Movie „Anaconda: Offspring“ auch nichts mehr herausreißen.

Szene aus Anaconda: OffspringDer qualitative Abfall gegenüber den ohnehin schon wenig überzeugenden ersten beiden Filmen ist groß. Die begrenzten technischen und finanziellen Mittel sind dem dritten Anaconda-Abenteuer an allen Ecken und Enden anzusehen. Mit einer so mäßigen Ausstattung sollte man sich in diesen Zeiten lieber nicht an einen Schlangen-Horror heranwagen. Austauschbare Darsteller, die reichlich platte Texte von sich geben, fallen sehr lieblosen Splatter-Einlagen zum Opfer, wo einem ihr Tod doch ohnehin schon herzlich egal ist. In völlig unspektakulären Locations dümpelt die Story so vor sich hin. Die Szene in der Scheune mit dem Bewohner des Landhauses lässt da noch verhältnismäßig hohe Spannung aufkommen und beschert dem Ziegenbauer ein herrlich böses Erwachen. Momente dergleichen sollten Standard sein, was leider so gar nicht der Fall ist.

David Hasselhoff gibt nach seinen wenigstens selbstironischen Filmauftritten der letzten Zeit einen Bad Guy, wie er jedem, aus welchem Film auch immer, schon bekannt sein sollte. Diesen blassen Charakter nimmt man ihm immerhin ohne weiteres ab. Co-Star Crystal Allen erfüllt ihren Zweck als kleine Heldin und optischer Leckerbissen.

Was sonst noch visuell überzeugt ist höchstens die Landschaftsaufnahme in der Schlusseinstellung. Die Schlange ergattert dagegen nur einen Platz auf den hintersten Rängen.

Der Möchtegern-Schocker „Anaconda: Offspring“ ist leider zu belanglos, einfallslos und billig um sich für mehr als eine feuchtfröhliche Runde würdig zu erweisen. Entgegen aller Sinnlosigkeit ist Teil 4 übrigens auch schon abgedreht. Hurra. Mal sehen, wie man das noch toppen kann.

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