Ant-Man

Filmposter Ant-Man

6.5/10

Originaltitel: Ant-Man
USA | 2015 | 115 Min. | FSK: ab 12
Comicadaption, Science-Fiction, Action, Komödie
Regie: Peyton Reed
Drehbuch: Edgar Wright, Joe Cornish, Adam McKay, Paul Rudd
Besetzung: Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas u.a.
Kinostart: 23.07.15
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit | Filmposter

Worum geht’s?

Der geschickte Einbrecher Scott Lang hat gerade seine Gefängnisstrafe abgesessen, da erteilt ihm Wissenschaftler Hank Pym einen kriminellen Auftrag zum Wohle der Menschheit: Pyms Firma, die er selbst einst gründete, soll infiltriert werden, um den aktuellen Leiter Darren Cross zu stoppen. Cross verfolgt unethische Zwecke mit Pyms bahnbrechender Schrumpf-Technik. Durch einen Spezialanzug kann sich Scott selbst auf Ameisengröße schrumpfen und Insekten zu seinen Verbündeten machen.

Wie ist der Film?

Nach dem bombastischen zweiten Avengers-Treffen schalten die Marvel Studios einen Gang zurück und präsentieren ihren neuen Helden. Durch kurze Verweise auf bereits etablierte Charaktere und die bekannte Erzählstruktur gliedert sich „Ant-Man“ in das Marvel Cinematic Universe ein, findet aber dennoch einen erfrischend eigenen Ton.

Über Jahre hinweg hatte Edgar Wright („Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“) mit seinem Partner Joe Cornish („Attack the Block“) das Drehbuch entwickelt, um dann kurz vor Produktionsbeginn wegen kreativer Differenzen den Regieposten abzugeben, sodass wir leider nie erfahren werden, ob er „Ant-Man“ noch rasanter und verrückter inszeniert hätte, wie seine anderen Werke. Das finale Drehbuch macht viel Spaß, beugt sich aber auch vielen Genreregeln und lässt unter der Regie von Peyton Reed („Trennung mit Hindernissen“) spürbar Luft nach oben.

Die Autoren sind außerordentlich stark von Komödien geprägt und verleihen „Ant-Man“ eine große Portion Selbstironie. Trotzdem fällt der Film nicht wesentlich witziger aus als andere Einträge im Franchise – ein Franchise, bei dem guter Humor fester Bestandteil ist. Vielmehr tanzt die Geschichte insofern aus der Reihe als sie auf einen ‚Helden wider Willen‘ von nebenan setzt und mehr mit Heist-Krimis liebäugelt als mit Comics. „Ant-Man“ steht im bisherigen Marvel-Kontext für sich allein, wie zuletzt „Guardians of the Galaxy“, doch wo Letzterer ganz neue Welten kreierte, zieht der Ameisenmann mit seinen Ausflügen in die Makrofotografie den Kürzeren.

Komiker Paul Rudd („Vorbilder?!“) funktioniert bestens als Normalo, der in turbulente Situationen schlittert. So gut, dass die Wandlung zum tatsächlichen Helden nicht ganz überzeugt. Der große Michael Douglas („Basic Instinct“) entschädigt mit seiner Präsenz. Auch Evangeline Lilly („Der Hobbit: Smaugs Einöde“) gefällt, trotz des befremdlichen Pagenschnitts. Hinzu kommen chaotische Sidekicks, die deplatziert und gerade deshalb umso unterhaltsamer wirken. Der Bösewicht hingegen fällt regelrecht langweilig aus, zumindest bis kurz vor Schluss.

Für ein paar Momente liefert „Ant-Man“ spannende visuelle Eindrücke, die man so, zumindest im Marvel-Universum, noch nicht gesehen hat. Darüber hinaus herrscht ein recht geradlinig erzähltes Abenteuer mit einigen Lachern. Solide, kurzweilige Action-Unterhaltung, die gar nicht erst versucht, an die Materialschlachten der bekannten Avengers heranzureichen. „Ant-Man“ ist ein verhältnismäßig kleiner Marvel-Film (und das Wortspiel nur bedingt beabsichtigt).

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