Avatar – Aufbruch nach Pandora

Filmposter Avatar

8/10

Originaltitel: Avatar
USA | 2009 | ca. 161 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Fantasy
Regie: James Cameron
Drehbuch: James Cameron
Besetzung: Sam Worthington, Zoë Saldaña, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez u.a.
Kinostart: 17.12.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 23.04.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Im Jahre 2154 gehen Wissenschaftler und Söldner im All auf die Suche nach wertvollen Rohstoffen. Fündig werden sie auf Pandora, dem der Erde ähnlichen Mond des Planeten Polyphemus. Dort lebt eine intelligente Spezies namens Na’vi, die sich von den Menschen angegriffen fühlt. Ex-Marine Jake Sully schlüpft durch eine geistige Verbindung in einen Körper, den Avatar, mit dem er wie einer der Na’vi aussieht und so das fremde Volk erkunden kann.

Wie ist der Film?

Einer der teuersten Filme aller Zeiten, mit ganz neuen Technologien und bahnbrechenden Spezialeffekten, von einem mehr als renommierten Action- und Sci-Fi-Regisseur – mit anderen Worten: Popcornkino in allerbester Form. Mehr muss (und kann) „Avatar“ eigentlich auch gar nicht sein, um zu überzeugen.

Allzu große Namen in der Besetzungsliste waren gar nicht vonnöten, mit Ausnahme von Sigourney Weaver, die, zur Freude der Fans, in Anlehnung an ihre Kult-Rolle als Ripley in der „Alien“-Reihe wieder in einem James Cameron Spektakel auftritt. Sam Worthington („Rogue – Im falschen Revier“) gibt eine sympathische Identifikationsfigur, die gleichzeitig der große Actionheld ist, Stephen Lang („Public Enemies“) passt als fast klischeehafter, rauer Colonel wie die Faust aufs Auge und Zoë Saldaña („Star Trek“) verleiht ihrem computergenerierten Charakter Neytiri eine großartige Mimik. Obendrein gibt es eine sexy Michelle Rodríguez („The Fast and the Furious“), die wieder mal ordentlich einen auf cool machen darf.

Ohne Vorspann und irgendwelche Erklärungen wird man direkt in die imposante Zukunftsvision um den Planeten Pandora hinein geschmissen und muss sich erst mal selbst zurecht finden und alle Bausteine zusammen setzen. Ist dies nach einer Weile gelungen, bleibt eine klassische Kriegsgeschichte mit dem Helden, der das Lager wechselt und seine neue Familie im Kampf anführt. Das von Cameron selbst verfasste Drehbuch klaut mit seiner bekannten Grundidee fast schon dreist bei „Matrix“, „Pocahontas“ und anderen Blockbustern, was aber zu verkraften ist, zumal die Geschichte eine runde Sache ergibt und man ab und an glauben kann, dass der Zuschauer bei der atemberaubenden Bilderflut kaum genügend Aufnahmekapazität für komplexere Storygeflechte übrig gehabt hätte.

Somit macht „Avatar“ im Grunde alles richtig, obwohl der Film nur rein optisch ein Meilenstein ist. Sowieso sollte man bedenken: Wäre die Optik nicht so spektakulär, würde es auch nicht so viel Kritik über die Story hageln. Das Manko an „Avatar“ ist das unausgewogene Verhältnis von Form und Inhalt. Aber: Der Zuschauer wird in den Bann gezogen und während den über zweieinhalb Stunden nicht gelangweilt. Zumindest nicht im Kino und schon gar nicht in der 3D-Version. Und das zählt. „Avatar“ ist mehr als so ziemlich jeder andere Film fürs Kino gemacht, also definitiv einer der Kinofilme des Jahres, auch wenn 2009 schon deutlich brillantere Geschichten auf der Leinwand erzählt wurden.

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