Avengers: Endgame

Filmposter Avengers: Endgame

7.5/10

Originaltitel: Avengers: Endgame
USA | 2019 | 182 Min. | FSK: ab 12
Comicadaption, Science-Fiction, Fantasy, Action
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Besetzung: Robert Downey, Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Josh Brolin u.a.
Kinostart: 24.04.19
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Marvel Studios 2019

Worum geht’s?

Das Universum ist nicht mehr, wie es war: Thanos hat sein Ziel erreicht und mithilfe der Infinity-Steine die Hälfte allen Lebens ausgelöscht. Die verbleibenden Avengers und deren Verbündete arrangieren sich ganz unterschiedlich mit der Situation, bis eine Idee sie alle wieder vereint. Denn es gibt eine Chance, Thanos‘ Dezimierung rückgängig zu machen.

Wie ist der Film?

Höhepunkte gab es schon viele im Marvel Cinematic Universe, aber „Avengers: Endgame“ ist, wie der Titel schon sagt, das finalste Finale unter den Finalen – bis dato jedenfalls. Zuvor gelang es den Produktionsteams stets, zahlreiche Charaktere zu bändigen und auf wundersame Weise Ordnung zu wahren. Das Ensemble vergrößerte sich immer weiter, und so genießt „Endgame“ einen erzählerischen Vorteil, weil der Plot mit einer reduzierten Truppe einsteigt. Letztlich gerät das vierte „Avengers“-Epos dann aber doch recht zerfahren. Dafür stellt der Film ein angemessenes Klopfen auf die eigene Schulter dar, angesichts des gigantischsten, qualitativ konsistentesten Franchises der Kinogeschichte.

Szenenbild Avengers: EndgameWenn klar wird, mit welcher Strategie Thanos doch noch besiegt werden kann, scheiden sich die Geister. Das Konzept ist im Hinblick auf andere Filmreihen alles andere als neu, und „Endgame“ versucht auch einigermaßen sympathisch, mit dieser Tatsache zu spielen. Leider öffnet es das Tor für unzählige, unvermeidbare Plotlöcher, auf die Fans sich stürzen werden. Aber das Konzept bietet auch die Möglichkeit, die Highlights des MCU nochmal revuepassieren zu lassen, bevor eine Avengers-Ära endet. Und es ist ein Garant für Unterhaltung.

Selbst die absolute Rekordlaufzeit von drei Stunden weist keine deutlichen Längen auf, wieder werden humorvolle und rührende Momente ausbalanciert, und wieder steht der menschliche Aspekt der Charaktere im Vordergrund. Der Showdown erreicht indes eine Tragweite auf dem Niveau von „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“. Allein der Endkampf ist den Kinobesuch wert. Manche Charaktere überraschen in einem neuen Gewand, und auch strukturell trotzt „Endgame“ der Vorhersehbarkeit. Zwar ist der Film nicht so konsequent abschließend, wie er vorgibt zu sein, da ja bereits mehrere weitere Franchise-Einträge angekündigt sind, aber das Gefühl eines großen Abschieds herrscht trotzdem.

„Avengers: Endgame“ ist eigentlich zu groß für sich selbst und leicht überfordernd; zu weitschweifig, um die Schlagkraft der früheren Avengers-Abenteuer zu halten. Außerdem borgen die Autoren ein bisschen viel von den X-Men. Doch unterm Strich gelingt trotzdem ein bombastisches, rührendes Blockbuster-Bonbon mit denkwürdigen Momenten, vor allem für Fans, die den Marvel Studios seit über zehn Jahren die Stange halten.

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