Basic Instinct

DVD-Cover Basic Instinct

7.5/10

Originaltitel: Basic Instinct
USA | 1992 | 128 Min. | FSK: ab 16
Thriller, Krimi, Erotik
Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Joe Eszterhas
Besetzung: Michael Douglas, Sharon Stone, George Dzundza u.a.
Kinostart: 21.05.92
DVD/Blu-Ray VÖ: 12.03.02/10.10.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © STUDIOCANAL

Worum geht’s?

Ein Rockstar wird beim Sex brutal mit einem Eispickel erstochen. Schnell fällt der Verdacht auf die schöne, reiche Schriftstellerin Catherine Tramell, die zuletzt mit dem Opfer zusammen war und in einem ihrer Bücher genau so einen Mord beschrieb. Sie streitet jedoch alles ab. Über den ermittelnden Detective Nick Curran weiß sie mehr als ihm lieb ist. Sie wickelt ihn um den Finger, da er ihr als Inspiration für ihr nächstes Buch dienen soll…

Wie ist der Film?

Was Gewalt kann, kann Sex auch, weiß Regisseur Paul Verhoeven und brachte nach den ziemlich blutigen Sci-Fi-Reißern „RoboCop“ und „Die totale Erinnerung – Total Recall“ gleich beides zusammen. Das mutige Drehbuch von Joe Eszterhas machte den Skandal perfekt. „Basic Instinct“ schockierte mit einigen freizügigen Szenen und rief sogleich homosexuelle Aktivisten und Feministinnen auf den Plan, schließlich ist das Böse hier die an beiden Geschlechtern interessierte Frau. Dabei reißt der Film heute kaum noch jemanden vom Hocker, sondern erweist sich lediglich rückblickend als Wegweiser für den Erotikthriller im Mainstream, leider als einer von wenigen ernstzunehmenden Beiträgen. Zudem hat sich Paul Verhoeven als durchaus frauenfreundlicher Regisseur erwiesen, indem er immer wieder Frauen in kraftvollen, zentralen Rollen in die Männerdomäne integrierte.

Szenenbild Basic Instinct„Basic Instinct“ ist ruhig aber straff inszeniert und funktioniert insbesondere durch die coole Noir-Grundstimmung, glänzend unterstützt durch Jerry Goldsmiths geheimnisvoll und sexy (ohne Saxophon!) anmutende, in den richtigen Momenten wuchtige Musik. Ein souveräner Michael Douglas spielt sich mit Ach und Krach auf Augenhöhe der heißen wie kalten Sharon Stone, die mit dieser mutigen Rolle Weltruhm erlangte, nachdem viele Stars sie ausgeschlagen hatten, obwohl sie bereits in „Total Recall“ im Schatten von Arnold Schwarzenegger einen sehr attraktiven Auftritt hinlegte.

Die berühmten Sexszenen haben Stil und sind weniger selbstzweckhaft als sie die Zwiespältigkeit der Figurenkonstellation unterstreichen, denn es ist eben der titelgebende Grundinstinkt, der die Leute überhaupt erst in die Konflikte bringt und tiefer in die seelischen Abgründe zieht. Verhoeven und Eszterhas spielen dabei mit Erwartungen und machen Suspense zum Ziel, sodass sich die erotisch aufgeladene, rätselhafte Grundstimmung durchgehend hält. Darin und in den frechen Dialogen liegt der Charme von „Basic Instinct“. Und solchen Sexappeal authentisch zu inszenieren ist alles andere als einfach, was Regisseur und Autor gleich bewiesen, als sie im Zuge des Riesenerfolgs erneut zusammenarbeiteten, um nochmal frech und sexy zu sein, und sich dann mit „Showgirls“ einen legendären Griff ins Klo leisteten.

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