Bullyparade – Der Film

Filmposter Bullyparade – Der Film

5/10

Originaltitel: Bullyparade – Der Film
DE | 2017 | 100 Min. | FSK: ab 6
Komödie, Science-Fiction, Western, Episodenfilm
Regie: Michael Herbig
Drehbuch: Michael Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Alfons Biedermann
Besetzung: Michael Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian u.a.
Kinostart: 17.08.17
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Worum geht’s?

Die Zwickauer Brüder Jens und Jörg Kasirske wollen mit einer Zeitreise ins Jahr 1989 den Mauerfall verhindern. Häuptling Winnetou will endlich heiraten, mit Old Shatterhand als Trauzeuge, doch ein Kopfgeldjäger stört das Glück. Kaiser Franz will mit seiner Sissi einen idyllischen Kurzurlaub in einem Ferienschloss verbringen, doch der Feldmarschall wittert Gefahr. Dauerstudent Lutz braucht dringend 60 Dollar, daraufhin stellt ihm sein Kumpel Löffler einen Börsenmakler vor. Und drei Crewmitglieder der U.S.S. Hasselhoff müssen einen Frauenplaneten vor einer Klonarmee bewahren.

Wie ist der Film?

Szenenbild Bullyparade – Der FilmZum 20. Geburtstag der kultigen Sketch-Show „Bullyparade“ (1997–2002) geben sich die Hauptdarsteller Micheal „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian erneut die Ehre. Eigentlich gingen die Drei längst getrennte Wege, verteilten sich im TV zuletzt auf „Bully & Rick“ sowie die weniger pfiffige Alternative „Tramitz and Friends“. Auch der letzte Kinoausflug des Trios ist über zehn Jahre her. Doch die Nachfrage der Fangemeinde brach nie ab, und so schöpft Bully zum Abschied(?) noch einmal aus dem Vollen seines Blödel-Opus.

„Bullyparade – Der Film“ knüpft inhaltlich nicht an die Kinofilme „Der Schuh des Manitu“, „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ und „Lissi und der wilde Kaiser“ an, sondern stürzt die Figuren so, wie man sie aus der TV-Serie kennt, in eigenständige Abenteuer. Fünf Episoden versammeln fast alle essenziellen „Bullyparade“-Charaktere sowie diverse Neuschöpfungen. Gegen Ende wird dann etwas ungelenk auch die Frauenquote erfüllt, sind ansonsten doch fast alle Rollen männlich besetzt. Um nicht völlig aus der Zeit gefallen zu wirken, lässt der Film auch Parodien jüngerer Blockbuster wie „Django Unchained“ oder „The Wolf of Wall Street“ einfließen.

Bullys Vorhaben, nochmal „riesengroßen Quatsch“ zu machen, wie er im Interview erklärt, ist allemal geglückt. Herbig, Tramitz und Kavanian beherrschen ihr Repertoire wie eh und je. Nur transportieren fünf Schnipsel eben nicht dieselbe Emotionalität zum Publikum wie eine zusammenhängende, abendfüllende Geschichte. Und in puncto Humor gelingt es den Machern, das Niveau ihrer früheren Kinoprojekte nochmal zu unterbieten. Das mitunter lustigste sind die obligatorischen Outtakes – kein gutes Zeichen.

Wer die „Bullyparade“ von ProSieben nicht kennt, sieht in „Bullyparade – Der Film“ entsetzliches Klamauk-Chaos dreier Verwandlungskünstler. Fans hingegen erleben einen Hauch Nostalgie zum Kichern, und deren Kinder werden mit zeitlosem Slapstick bedient. Annehmbar.

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Der Schuh des Manitu
(T)Raumschiff Surprise – Periode 1
Lissi und der wilde Kaiser

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