Chaplin

Filmposter Chaplin

7/10

Originaltitel: Chaplin
GB, USA, FR, IT | 1992 | 143 Min. | FSK: ab 6
Biopic, Komödie, Drama
Regie: Richard Attenborough
Drehbuch: William Boyd, Bryan Forbes, William Goldman
Besetzung: Robert Downey Jr., Dan Aykroyd, A. Hopkins u.a.
Kinostart: 28.10.93
DVD/Blu-Ray VÖ: 24.09.02

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Der gealterte Charlie Chaplin residiert zurückgezogen in der Schweiz und erinnert sich mit seinem Verleger an sein Leben, um eine Biografie zu verfassen.

Wie ist der Film?

Die Geschichte des größten Stummfilm-Komikers aller Zeiten rückblickend zu erzählen, aus der Sicht des Betreffenden selbst, sowie eines Gehilfen und Interviewers für die schriftliche Biografie, ist eine nette Idee. Eindrucksvoll auch, dass man für letzteren Part mal eben den großen Anthony Hopkins besetzte. Auch anderweitig finden sich mehrere hochkarätige Nebendarsteller, die sich als schöner Bonus um Downey Jr. und seine großartige Performance versammeln.

Neben dem Cast wissen auch die Musikuntermalung, die prächtige Ausstattung und gute Makeup-Effekte sehr zu gefallen. Einzig in der Art der Erzählung von Chaplins Lebensgeschichte finden sich kleine Unzulänglichkeiten. Der Film geht im angemessenen Maße in die breite, jedoch kaum in die Tiefe. Vom rein informativen Aspekt betrachtet, wird man bei diesem Film im Grunde nicht besser bedient als bei Chaplins Wikipedia-Artikel. Recht sorgfältig werden, aufgelockert durch Zeitsprünge, alle wichtige Stationen in Chaplins Leben abgehandelt, jedoch fehlt es hier und da an wünschenswerten Erklärungen.

Nach einer zweistündigen Zeitreise findet die Geschichte ein wirklich berührendes Ende, jedoch muss man dabei bedenken, dass der Film sich dort hauptsächlich mit Originalaufnahmen aus Chaplin-Filmen aushilft. Somit ist „Chaplin“ ein gelungenes Biopic, das allein schon wegen der Thematik für die meisten Filmliebhaber unterhaltsamer sein dürfte als „Gandhi“. Dennoch kommt es trotz der stattlichen Laufzeit und komödiantischer Zwischenstopps kaum über den Status einer bloßen Abhandlung hinaus. Was allemal bleibt, ist die beeindruckende Show eines tollen Robert Downey Jr. und eine hübsche Erinnerung an das Genie Charlie Chaplin, dem die Filmwelt viel zu verdanken hat.

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