Clerks 2 – Die Abhänger

Filmposter Clerks 2

7/10

Originaltitel: Clerks II
USA | 2006 | ca. 97 Min. | FSK: ab 16
Komödie
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Besetzung: Brian O’Halloran, Rosario Dawson u.a.
Kinostart: 12.07.07
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.12.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

13 Jahre sind vergangen und alles ist wie immer, bis eines Tages ein völlig überraschendes Feuer den „Quick Stop“ zerstört. Dante und Randal arbeiten von nun an in einem Fast-Food Restaurant, wo die viel zu hübsche Chefin Dante und seiner Verlobten Probleme bereitet. Randals verrückte Aktionen machen das Chaos perfekt.

Wie ist der Film?

Autorenfilmer Kevin Smith knüpft elegant an seinen mittlerweile Kult gewordenen Low-Budget-Film „Clerks“ an, und das über zehn Jahre später. Da nun doch deutlich mehr Geld und bessere Mittel zur Verfügung standen, wurde ordentlich aufpoliert: schicke Kamerafahrten, teurer Soundtrack, große Sets – kurz gesagt: weg vom B-Movie. Dabei wurde das wichtigste aber nicht vergessen. Die schrägen Hauptfiguren aus Teil 1 sind immer noch da, haben sich kaum verändert und reden wieder auf hochamüsante Weise über kranken Scheiß. Mit Rosario Dawson („Death Proof“) als hübsche Ladenchefin und Trevor Fehrman als liebenswert trotteliger Angestellter fanden sich zwei wertvolle Neuzugänge.

Die zwei heimlichen Helden des Films, die ewig herumlungernden Drogendealer Jay und Silent Bob, sind witzig wie eh und je. Die zwei Verkäufer Dante und Randal machen eine deutliche Entwicklung durch, was thematisch auch in Mittelpunkt des Films steht. Diesmal geht es weniger um das verrückte Leben an sich, als um das Erwachsenwerden, bzw. das Erwachsen-geoworden-sein, wahre Freundschaft und natürlich Liebe. Mit den Hauptdarstellern reifte die Story. Durch Dantes Konflikt mit den zwei Frauen, zwischen denen er steht, scheint „Clerks 2“ manchmal fast in unpassende Genres zu kippen, kriegt aber die Kurve, da der derbe Charme des Originals nicht verloren ging. Erneut liefert man sich schonungslose wie geniale Wortgefechte über sexuelle Vorlieben und Fantasyfilme.

Zwar wirken einige der neuen Ideen für die Fortsetzung etwas verbraucht, aber unterm Strich ist „Clerks 2“ eine gelungene Komödie, mit einem klaren komödiantischem Höhepunkt (die Esel-Show); ein teils recht sentimental geratener, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb würdiger Nachfolger für Smiths Erstling von 1994. Im Abspann lassen sich übrigens noch einige interessante Infos finden, die zeigen, dass der Regisseur in diesen Film wirklich sein Herz steckte.

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