Conjuring – Die Heimsuchung

Filmposter Conjuring

7/10

Originaltitel: The Conjuring
USA | 2013 | 112 Min. | FSK: ab 16
Horror, Thriller
Regie: James Wan
Drehbuch: Chad Hayes, Carey Hayes
Besetzung: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ron Livingston, Lili Taylor, Shanley Caswell u.a.
Kinostart: 01.08.13
DVD/Blu-Ray VÖ: 24.01.14

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Warner Bros. Entertainment Inc.

Worum geht’s?

1971. Die Perrons erwerben zu einem guten Preis ein altes Farmhaus im beschaulichen Harrisville, Rhode Island. Schon ab der ersten Nacht passiert Merkwürdiges. Seltsame Geräusche, Gerüche und Bewegungen versetzen die Eltern und deren fünf Töchter nach und nach in Angst und Schrecken. Carolyn Perron wendet sich schließlich an die Warrens – ein Ehepaar, das sich auf dämonische Erscheinungen spezialisiert hat. Ed und Lorraine Warren erleben ihren schrecklichsten Fall.

Wie ist der Film?

Szenenbild Conjuring – Die HeimsuchungZwar landete Regisseur James Wan mit „Saw“ (2004) einen Riesenhit und betreute alle sechs Fortsetzungen als ausführender Produzent, wandte sich in seinen folgenden Regiearbeiten aber sogleich ab von Blutbädern und schnellen Schnitten. Spätestens „Conjuring – Die Heimsuchung“ bestätigt diese Entscheidung als die richtige. Nach seinem mauen Puppen-Grusel „Dead Silence“ (2005) und dem soliden Spukhaus-Schocker „Insidious“ (2010) hat Wan quasi das Beste aus beidem genommen, mit einer Prise wahren Begebenheiten gewürzt und damit sein neues Erfolgsrezept gefunden.

Machen wir uns nichts vor: Geisterhaus- und Besessenheitsfilme fluten seit einiger Zeit die Kinoleinwände und „Conjuring“ ist letztlich auch nur einer davon, macht allerdings vieles richtig, woran viele andere junge Vertreter scheiterten. Vor allem dominieren bis zum Schluss handgemachte Effekte statt CGI-Orgien, und die Herkunft des Grauens wird nie vollständig enthüllt, sodass der Film sich in seinem authentischen 70er-Jahre-Setting eine durchgehend fesselnde Atmosphäre bewahrt.

Bei einer schönen Mischung aus wackeliger Handkamera und weichen Fahrten sowie deftigen, aber auch nicht zu penetranten Toneffekten beweist Wans Team viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit klassischen Gruselmotiven. Das Ass im Ärmel sind hier die sympathischen Figuren. Während die jungen Mädchen sich leider nicht über den Status des Mittels zum Zweck hinwegspielen können, gefallen die Erwachsenen umso besser, allen voran Vera Farmiga („Up in the Air“) und Patrick Wilson („Insidious“) als cooles Dämonologenpärchen. Im Zusammenspiel mit diversen Sidekicks ergeben sich abseits des Horrors beinahe zu viele Witzeleien, doch am Ende ist entscheidend, dass sich „Conjuring“ nicht allzu ernst nimmt und damit zusätzliche Sympathiepunkte verdient.

Angelehnt an die realen Abenteuer von Ed und Lorraine Warren, die zahlreiche paranormale Phänomene untersuchten, erweist sich „Conjuring“ als überdurchschnittlich wirksame Gruselerfahrung, die im schön altmodischen Stil den Puls zu beschleunigen weiß. Damit hat sich Regisseur James Wan beim dritten Ausflug in die Spukhaus-Sparte erneut selbst übertroffen. Ohne Frage ist das ganze Spektakel, das nicht einmal vor fürchterlich abgedroschenen Symbolen wie der Spieluhr zurückschreckt, nur eine Variation von Altbekanntem – allerdings eine sehr gekonnte.

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2 Kommentare

  1. The Conjuring… leider habe ich den Film bisher noch nicht gesehen, aber die Kritiken sind durchgehend positiv, deshalb freue ich mich schon darauf ihn endlich zu sehen.
    Mir gefällt, dass Wan die realen Personen der Geschichte am Film hat mitwirken lassen.
    Ist auch schon ein 2. Teil in Planung?

    • Offenbar ja, was durch die sehr guten Einspielergebnisse ja normal ist. Am 17.10. startet bei uns allerdings erst mal „Insidious: Chapter 2“.

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