Cooties

DVD-Cover Cooties

7.5/10

Originaltitel: Cooties
USA | 2014 | 88 Min. | FSK: ab 16
Komödie, Horror
Regie: Jonathan Milott, Cary Murnion
Drehbuch: Leigh Whannell, Ian Brennan
Besetzung: Elijah Wood, Alison Pill, Rainn Wilson, Jack McBrayer, Jorge Garcia u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 15.10.15

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Universal Pictures

Worum geht’s?

Eine Grundschule in der Kleinstadt Ft. Chicken, Illinois. Der angehende Schriftsteller Clint fängt als Vertretungslehrer an und freut sich, im Kollegium auch seine Jugendfreundin Lucy begrüßen zu dürfen. Diese ist allerdings mit dem rüpelhaften Sportlehrer Wade zusammen. Doch die Pädagoginnen und Pädagogen haben bald ganz andere Probleme als zwischenmenschliche Reibereien. Durch ein verseuchtes Chicken-Nugget aus der Kantine verwandelt sich eine Schülerin in einen rasenden Zombie und setzt einen verheerenden Kinder-Virus in Gang.

Wie ist der Film?

Szenenbild CootiesJa, sie können nerven, diese seit „Shaun of the Dead“ omnipräsenten Zombie-Komödien, weshalb Gegenentwürfe wie „Maggie“ eine willkommene Abwechslung darstellen. Kommt jedoch eine so hochwertig produzierte, so spritzig geschriebene und so namhaft besetzte Variante wie „Cooties“ um die Ecke, sind all die billigen Negativbeispiele schnell vergessen.

Bis auf ein kleines Alleinstellungsmerkmal (ausschließlich Grundschulkinder als Infizierte) erfindet „Cooties“ kein Rad neu. Dafür holen die Autoren Leigh Whannell („Saw“) und Ian Brennan („Glee“) aus ihren schablonenhaften Charakteren die maximale Komik. – Zumindest wenn man absurde Gewalteinlagen, Popkulturreferenzen und ‚WTF‘-Momente im Stil von „Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy“ liebt. Elijah Wood (passend: „The Faculty“), Alison Pill („Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“) und Rainn Wilson („Super“) bilden ein köstliches Team. Darüber hinaus gibt es für den Film- und Serienfan mit Freude noch einige weitere bekannte Gesichter zu entdecken.

Um das alte dramaturgische Problem, dass die Figuren ständig davonlaufen, sich verstecken und wieder davonlaufen kommt auch „Cooties“ nicht herum, doch Whannel und Brennan, die in Nebenrollen selbst mitmischen, sorgen mit ihrem verrückten Lehrkörper für hinreichend Abwechslung. Die Handlung bleibt weise auf das Wesentliche reduziert und daher kurzweilig. Eine knallige Farbgebung und präzise Bildkomposition unterstützen das spritzige Drehbuch gekonnt.

Kinder sind unsere Zukunft. Eine manchmal erschreckende Vorstellung, wenn man einen Blick in Schulen von heute wirft. Frei nach diesem Gedanken ist „Cootie“ eine politisch herrlich unkorrekte Splatter-Spaßgranate, die durch geschliffene Bilder und vor allem ihr geniales Ensemble besticht.

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