Das Waisenhaus

Filmposter Das Waisenhaus

7/10

Originaltitel: El Orfanato
MX, ES | 2007 | 101 Min. | FSK: ab 16
Drama, Horror, Mystery
Regie: Juan Antonio Bayona
Drehbuch: Sergio G. Sánchez
Besetzung: Belén Rueda, Fernando Cayo, Roger Príncep, Geraldine Chaplin, Edgar Vivar u.a.
Kinostart: 14.02.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 29.09.08/25.09.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Laura bezieht mit ihrem Mann Carlos und ihrem kleinen Adoptivsohn Simón ein großes Haus, in dem sie schon als Kind wohnte, als es noch ein Waisenhaus war. Sie plant, eine Gruppe von Kindern aufzunehmen und das Waisenhaus neu herzurichten. Als Simón eines Tages spurlos verschwindet, wird Laura Zeugin einiger übernatürlicher Phänomene und entdeckt schreckliche Geheimnisse aus der Vergangenheit des Hauses.

Wie ist der Film?

2007 ist das Jahr des spanischen Horrorfilms. Der Überraschungshit „[•REC]“ wird als „der furchteinflößendste Film, der jemals gedreht wurde“ bezeichnet, schon im Februar gewinnt Guillermo del Toro mit „Pan’s Labyrinth“ drei Oscars und ebendieser Regisseur produziert schließlich auch noch „Das Waisenhaus“, verfilmt nach dem ersten und gleich preisgekrönten Spielfilmdrehbuch von Sergio G. Sánchez und kommerziell überaus erfolgreich. Der junge Regisseur Juan Antonio Bayona inszeniert das Skript nach wunderbar altmodischer Horrormanier und sorgt für so manche Überraschung.

„Das Waisenhaus“ gibt sich ruhig, enthält aber dennoch so gut wie keine Längen. Eine sehr sorgfältige Kameraarbeit und die beklemmende Geräuschkulisse kreieren einen klassischen Grusel. Die Atmosphäre ist zusätzlich mit ein paar wirkungsvollen Erschreck-Momenten gespickt. Das Drehbuch funktioniert prächtig, obwohl es schon genügend ähnliche Gespenstergeschichten zu sehen gab und trotz der einen oder anderen fragwürdigen Idee, wie die Kennenlern-Party, wo alle Leute Masken tragen. Der Clou ist nämlich die Wendung gegen Ende. Eine Auflösung, die sich gewachsen hat. Es ist ein unglaublich bitterer Verlauf, den die Handlung nimmt, und doch ist das Ende melancholisch-schön, was der Geschichte schließlich einen eleganten Schliff verleiht.

Belén Ruada („Das Meer in mir“) liefert in der Hauptrolle eine starke Performance und versteht es, den ganzen Film zu tragen. Auch die Nebenfiguren, vor allem der unheimliche Auftritt von Geraldine Chaplin („Chaplin“, „Wolfman“), überzeugen. Mit teils wohl bekannten Mitteln aber auch gewitzten Ideen gelang insgesamt ein richtig gutes Mystery-Horror-Drama, und zweifellos einer der besseren Kleine-Kinder-sind-voll-unheimlich-Filme.

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