Das weisse Rauschen

Filmposter Das weisse Rauschen

7/10

Originaltitel: Das weisse Rauschen
DE | 2001 | ca. 106 Min. | FSK: ab 12
Drama
Regie: Hans Weingartner
Drehbuch: Hans Weingartner, Mathias Schellenberg u.a.
Besetzung: Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig u.a.
Kinostart: 31.01.02
DVD/Blu-Ray VÖ: 12.12.02

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Lukas zieht von seinem kleinen Heimatörtchen nach Köln, um dort zu studieren. Er wohnt mit seiner Schwester und deren Freund Jochen in einer WG. Eine Welt voller Partys und vor allem Drogen erwartet ihn. Plötzlich beginnt Lukas, an einer Psychose zu leiden. Er hört Stimmen, die ihn verspotten und zum Selbstmord treiben wollen. Die Diagnose: Paranoide Schizophrenie. Lukas Leben verändert sich drastisch.

Wie ist der Film?

„Das weisse Rauschen“, fast ein Dogma-Film, ist ein sehr, sehr lebendiges Low-Budget-Projekt, welches das Krankheitsbild der Schizophrenie eindrucksvoll wie realistisch veranschaulicht. Die durchwachsen wirkende Filmtechnik zieht sich aus der Affäre, da der Film den Zuschauer anstrengen soll und dies mit den wackeligen Handkamera-Aufnahmen und teils radikalen Schnitten auch gut gelingt. Ein weiteres Hauptindiz sind darüber hinaus die Psychoterror-Stimmen im Kopf der Hauptfigur, an denen das Publikum gleich mitleiden darf. Gut gemacht.

Daniel Brühls starke und authentische Leistung (Bayrischer Filmpreis 2001) ist das Zentrum des Films, der leider nach etwa einer Stunde abbaut und an Spannung verliert. „Das weisse Rauschen“ will irgendwie kein angemessenes Ende finden, ist dafür aber ein realistischer Film, der zugleich einen außergewöhnlicher Psychotrip darstellt. Vielleicht der beste Film zum Thema und ein echter Glücksgriff zweier Filmstudenten.

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