Dawn of the Dead (2004)

Filmposter Dawn of the Dead

6.5/10

Originaltitel: Dawn of the Dead
USA | 2004 | ca. 104 Min. | FSK: ab 18
Horror, Remake
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: James Gunn
Besetzung: Sarah Polley, Ving Rhames, Mekhi Phifer u.a.
Kinostart: 15.04.04
DVD/Blu-Ray VÖ: 19.08.04

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Aus heiterem Himmel bricht ein Zombie-Virus aus. Die Infizierten rennen umher und sind einzig von der Gier nach Menschenfleisch getrieben. Eine buntgemischte Gruppe Überlebender rettet sich in ein Kaufhaus.

Wie ist der Film?

Da man George A. Romeros „Zombie – Dawn of the Dead“ (1978) sein Alter deutlich ansieht und der Stoff absoluter Kult ist, ist es verständlich wie auch gerechtfertigt, ein Remake heraus zu bringen. So versuchte sich also Zack Snyder daran. Der Mann ist der Macher von „300“, und das sieht man „Dawn of the Dead“ auch an. Schnitt, Musik, Kameraperspektiven – dieses Remake ist von vorne bis hinten durchgestylt und so modern, wie es nur sein kann, und das macht Laune. Nur ab und an gefällt sich der futuristische Stil schon zu sehr, etwa wenn eine völlig belanglose Zigarette einer Raucherin hallende Sounds und Zeitlupen verpasst bekommt.

Besonders erfreulich sind die Reminiszenzen an das Original. Gleich drei Besetzungsmitglieder der 1978er Version sind im Film in Kurzauftritten zu sehen. So darf zum Beispiel Ken Foree wieder sein legendäres Zitat „Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück“ zum Besten geben. Die „neuen“ Darstellerinnen und Darsteller machen ihre Sache gut, schließlich sind sie auch durch die Bank erfahrener als jene des Romero-Films.

Snyder’s „Dawn of the Dead“ ist sehr kurzweilig und rasant. Dafür wird die gewitzte Gesellschaftskritik des Originals übergangen; ein Preis, den es heutzutage wohl immer öfter zu zahlen gilt. Was bleibt, ist unterhaltsames Horrorkino voller Action, wirklich fieser Zombies und höchst makaberem Witz. Auf jeden Fall eines der besseren Remakes und auch das beste Remake, das ein Romero-Film bislang erfahren durfte. „Dawn of the Dead“ gewinnt seinen Reiz durch die sorgfältige Hochglanz-Inszenierung, die noch etwas Raum für Atmosphäre lässt, und die vielen eigenen Ideen, die gut funktionieren. Natürlich kommt der Film an das Original nicht heran. Aber auch wenn es genug Nostalgiker und Romero-Freaks gibt, die gegen das Remake pöbeln – Fakt ist: Beide Filme sind auf ihre Weise gut.

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2 Kommentare

  1. Wie ich (oh das erste wort!) finde einer der wenigen guten Zombie Filme die man sich mehr als einmal angucken kann. Wobei ich die Besetzung der im Kaufhaus eingesperrten ein wenig Stereotypisch finde und auch die entwicklung dieser zwei security futzis vorhersehbar. Was ich zudem total daneben fand war diese „Duell“ Szene nachdem die Latina ihr Kind zur Welt gebracht hat und der Dunkelhäutige (Vater des Kindes) die ältere Dame erschießt. Ansonsten ein durchweg gut gemachter Zombiefilm und das beste ist das unhappy-end harharharharhar !
    Frauen stehen aber aus erfahrung nicht so auf diesen film…

    • Danke für diesen Kommentar, aber dass er fahrlässige Spoiler enthält, ist nicht ganz so erfreulich. Hier geht es um den Ruf dieser Website! Aber diesmal werde ich nochmal drüber hinwegsehen. 😉

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