Der Goldene Kompass

Filmposter Der Goldene Kompass

6/10

Originaltitel: The Golden Compass
USA | 2007 | ca. 109 Min. | FSK: ab 12
Fantasy, Abenteuer, Romanadaption
Regie: Chris Weitz
Drehbuch: Chris Weitz
Besetzung: Dakota Blue Richards, Daniel Craig u.a.
Kinostart: 06.12.07
DVD/Blu-Ray VÖ: 25.04.08/05.09.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

In einer Welt, wo Menschen einen sogenannten Dämon haben (etwa wie die Seele), der in Tiergestalt mit ihnen einhergeht, tritt ein junges Mädchen eine gefährliche Reise in den Norden an, ausgestattet mit dem Goldenen Kompass, der in der Lage ist, dem, der ihn lesen kann, die Wahrheit zu zeigen.

Wie ist der Film?

So etwas wie „Herr Der Ringe“ lässt sich natürlich nicht wiederholen. Doch New Line versuchte mit „Der Goldene Kompass“, die Verfilmung des ersten Buches aus der Trilogie „His Dark Materials“, an die legendären Fantasy-Epen anzuknüpfen. In Punkto Budget und daraus resultierende gigantische Aufmachung gelang das Vorhaben sogar, inhaltlich nicht.

Nach einem vielversprechenden Anfang stellt sich heraus, dass sich in „Der Goldene Kompass“ zu viele unausgegorene Komponenten versammeln, um eine stimmige Geschichte zu erzählen, sodass die grandiosen, oscarprämierten Effekte letztendlich das einzige wirklich sehenswerte an dem Film sind. Die damals erst 13jährige Dakota Richards erweist sich in ihrer Hauptrolle als großartige Debütantin und kann es durchaus mit ihrer noch bekannteren Namensfetterin aufnehmen. Die restliche, durchaus namhafte Besetzung ist interessant, mehr aber auch nicht, zumal niemand zu Höchstleistungen angespornt wird.

Stellenweise wird es in „Der Goldene Kompass“ etwas zu wirr und wünschenswerte Erklärungen bleiben aus. Zudem wirken die rauen und düsteren Töne im fortgeschrittenen Verlauf des Films leicht irritierend, da sie nicht zu der durch die junge Hauptdarstellerin suggerierten Kinderfreundlichkeit des Stoffs passen. Alles in allem wird die Öffnung zum Eintauchen in die Geschichte von vielen unstimmigen oder unausgereiften Begebenheiten verstopft. Hinzu kommt das ziemlich ernüchternde, um nicht zu sagen enttäuschende Ende, das so laut wie der Eisbär nach einer Fortsetzung schreit. Ein Cliffhanger-Ende ist keine Schande, doch hat man in „Der Goldene Kompass“ keinen wirklich sorgfältig aufbereiteten Auftakt gesehen, sodass man sich für eine Fortsetzung nicht gewappnet fühlt.

Zurück bleibt ein solides und prächtig anzusehendes aber keineswegs auf ganzer Linie überzeugendes Fantasyabenteuer, bei dem die meisten Zuschauer das Gefühl haben werden, dass etwas fehlt. Muss man sich zwischen „Der Goldene Kompass“ und dem stilistisch sowie konzeptionell ähnlich angesiedelten, im gleichen Jahr erschienen „Der Sternwanderer“ entscheiden, sollte die Wahl ganz klar auf letzteren fallen, es sei denn man favorisiert grundsätzlich die weniger romantische Variante.

Ähnliche Filme

Der Herr der Ringe Trilogie
Die Chroniken von Narnia Trilogie
Der Sternwanderer

1 Kommentar

  1. ein toller & gut gemachter film kann ich nur weiter empfehlen 🙂
    erinnert mich ein bisschen an „Herr der ringe“ & „die chronikeb Vin narnia“ 🙂

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