Der Schuh des Manitu

Filmposter Der Schuh des Manitu

8/10

Originaltitel: Der Schuh des Manitu
DE | 2001 | 82 Min. | FSK: ab 6
Komödie, Abenteuer, Western
Regie: Michael Herbig
Drehbuch: Michael Herbig, Rick Kavanian, Alfons Biedermann, Murmel Clausen
Besetzung: Michael Herbig, Christian Tramitz, Sky du Mont, Marie Bäumer, Hilmi Sözer, Rick Kavanian u.a.
Kinostart: 19.07.01
DVD/Blu-Ray VÖ: 25.08.03/27.11.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Der Indianer Abahachi und sein weißer Blutsbruder Ranger werden durch ein Missverständnis von den Schoschonen gefangen genommen. Am Marterpfahl fällt Abahachi sein alter Schatz ein, mit dem sie sich freikaufen könnten. Der hinterlistige Cowboy Santa Maria sorgt dafür, dass die Freunde freikommen, damit er den Schatz selbst an sich reißen kann. Abachis Zwillingsbruder Winnetouch von der Puder-Rosa-Ranch muss dabei helfen, die fehlenden Teile der Schatzkarte aufzuspüren.

Wie ist der Film?

Die „Bullyparade“ war neben „RTL Samtsag Nacht“, „Die Wochenshow“ und „Switch“ eine der vier legendären deutschen Sketch-Shows der 90er. Die Hauptakteure Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian bestechen mit unverwechselbarem Charme, auch in der ersten Kinoadaption ihrer TV-Sendung. Herbig sah in den parodistischen Winnetou-Sketchen der „Bullyparade“ das größte filmische Potenzial und lag damit goldrichtig. Ihm gelang ein Kinoerfolg mit sensationellen Besuchszahlen, weil seine unschuldige Blödelei den Nerv der Massen trifft.

„Der Schuh des Manitu“ ist die deutsche Antwort auf „Die nackte Kanone“ und „Der wilde wilde Westen“, durchzogen vom typischen „Bully“-Humor. Weil Herbig viel mit Dialekten arbeitet und sich auf Karl Mays Wildwestgeschichten bezieht, leistet er weit mehr, als nur ausländische Vorbilder zu kopieren. Allerdings trifft er den Stil klassischer Italo-Western erstaunlich genau, sobald fiese Cowboys ins Spiel kommen. Und in einzelnen Szenen verbergen sich unzählige weitere Anspielungen. Diese Mischung sorgt für jede Menge Spaß, solange man offen für sinnfreien Klamauk ist. Casting-Coup Sky du Mont als Santa Maria bildet mit seiner herausragenden Präsenz das Sahnehäubchen.

So platt und blöd er auch sein mag, Detailfreude und Herzblut stechen hervor und machen den Film entwaffnend liebenswert. „Der Schuh des Manitu“ ist rund* erzählter, hochwertig inszenierter Feel-Good-Klamauk und nicht zuletzt ein essenzielles Stück deutsche Kinogeschichte.

*Die etwa sechs Minuten längere „Extra Large“-Version mit neuem Prolog ist ein netter Bonus für Fans, dramaturgisch aber Unfug.

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