Der unglaubliche Burt Wonderstone

Filmposter Der unglaubliche Burt Wonderstone

7.5/10

Originaltitel: The Incredible Burt Wonderstone
USA | 2013 | 101 Min. | FSK: ab 12
Komödie
Regie: Don Scardino
Drehbuch: John Francis Daley, Jonathan Goldstein
Besetzung: Steve Carell, Steve Buscemi, Olivia Wilde, Alan Arkin, James Gandolfini, Jim Carrey u.a.
Kinostart: 04.04.13
DVD/Blu-Ray VÖ: 30.08.13

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Warner Bros. Ent.

Worum geht’s?

Weil Zauberer von allen geliebt werden, zieht der kleine Burt mit seinem neuen besten Freund Anton eine große Show auf, inspiriert von Meistermagier Rance Holloway. Jahre später sind die beiden das berühmteste Magier-Duo von Las Vegas. Doch nach und nach lassen die Ticketverkäufe zu wünschen übrig. Als Burt und Anton ihre Freundschaft und ihren Beruf in Frage stellen müssen, macht Straßenzauberer Steve Gray mit seinen extremen Tricks zunehmend auf sich aufmerksam.

Wie ist der Film?

Szenenbild Der unglaubliche Burt WonderstoneRetro-Ulk trifft auf zeitgemäßen Wahnsinn. Um einfach mal wieder herzhaft über albernen Humor lachen zu können, ist „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ mitunter das Beste, was das Kinojahr 2013 bis dato zu bieten hat. Der Sprung von seiner wortwitzigen Erfolgsserie „30 Rock“ ins Kinofach ist Regisseur Don Scardino gelungen, natürlich in erster Linie dank famos besetzter Figuren sowie den Autoren John Francis Daley und Jonathan Goldstein, die bereits mit „Kill the Boss“ einen Mordsspaß voller selbstironischer Hollywoodstars fabriziert hatten.

Egal ob als Grünschnabel („Jungfrau (40), männlich sucht …“, „Dinner für Spinner“) oder, wie in diesem Fall, als arroganter Schnösel („Bruce Allmächtig“, „Get Smart“) – Steve Carell spielt als Titelfigur einmal mehr sein großes komödiantisches Talent aus, ähnlich wie der wunderbare Altmeister Alan Arkin („Argo“), hier in seiner nunmehr dritten Zusammenarbeit mit Carell. Carells Partner Steve Buscemi („Reservoir Dogs – Wilde Hunde“, „Fargo“) ist nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in einer größeren Filmrolle zu sehen, wird aber selbst in dieser in den Hintergrund gedrängt – es scheint ein Fluch auf ihm zu liegen. Dass er als Magier irgendwie fehl am Platz wirkt, macht seine Rolle glücklicherweise umso lustiger.

Jim Carrey ist nach diversen Experimenten („Number 23“) und seichter Familienunterhaltung („Mr. Poppers Pinguine“) endlich wieder zu alter Stärke zurückgekehrt und gibt den narzisstischen Irren par excellence. Die hübsche Olivia Wilde („Cowboys & Aliens“) sorgt souverän für das Gleichgewicht zwischen den Fronten, während James ‚Tony Soprano‘ Gandolfini („Zero Dark Thirty“) als Casino-Mogul natürlich wie die Faust aufs Auge passt und witzig ist, ohne Faxen zu machen. Und selbst darüber hinaus gibt es noch ein paar nette Gastauftritte zu bewundern. „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ wäre ohne all die bekannten Gesichter nur halb so spaßig, und das ist auch in Ordnung so. Hier steht das Feiern eines tollen Ensembles im Vordergrund.

Eine eigentlich abgedroschene Wertevermittlung weiß „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ entwaffnend unterhaltsam zu verpacken und mit liebevoll-irrwitziger Showbizz-Satire anzureichern. Zur Freude des Publikums sind die realen Vorbilder der Charaktere teilweise nur allzu deutlich zu erkennen. Zwar ist Scardinos Komödie merklich für die breite Masse kalkuliert, aber auch mit einer guten Prise Anarcho-Humor gewürzt, zuweilen herrlich böse. Das Charisma der Hauptdarsteller, an denen man dank ihrer doppelbödigen Rollen nie das Interesse verliert, erledigt den Rest. „Der fantastische Burt Wonderstone“ ist kein fauler Zauber, sondern versteht die Kunst der Zwerchfellattacke. Filmregiedebütant Scardino darf gerne weitermachen.

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