Die erfolgreichsten Filme – Worauf kommt es an?

Money, Money, Money und SterneUm über die erfolgreichsten Filme zu sprechen, muss der Begriff ‚Erfolg‘ erst einmal definiert werden. Wann ist ein Film erfolgreich? Für die Studiobosse entscheidet zweifelsohne das Geld – also der Gewinn aus Ticket- und Tonträgerverkäufen. Doch was, wenn ein Film extrem stark besucht wird, das Feedback des Publikums aber verhalten bis negativ ausfällt? Als Beispiele kommen schnell „Suicide Squad“ oder „Fifty Shades of Grey“ in den Sinn. Insofern wären die erfolgreichsten Filme eher jene, die in sämtlichen Jahresbestenlisten von Filmkritik-Redaktionen landen, unabhängig von ihrem Einspielergebnis. Solche Werke gelangen manchmal zu spätem Ruhm, wenn sie längst nicht mehr in den Kinos laufen. Stellt man beide ‚Erfolgskategorien‘ einander gegenüber, ergeben sich kleine, aber feine Unterschiede.

Die Website Box Office Mojo archiviert sorgfältig die Einspielergebnisse von Kinofilmen in den USA sowie weltweit. Ein Blick auf die weltweit (finanziell) erfolgreichsten Filme der letzten 20 Jahre zeigt eindeutige Tendenzen. Auf den jeweiligen Spitzenplätzen tummeln sich Epen wie „Titanic“ (1997), „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003) und „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ (2015). Unter den 20 Spitzenfilmen von 1997 bis 2017 befinden sich drei Animationsfilme, die sich sicherlich dadurch auszeichnen, eine besonders breite Zielgruppe anzusprechen – „für die ganze Familie“ eben. Von den bleibenden 17 Realfilmen auf der Liste gibt es nur einen einzigen, der nicht im Fantasy- oder Science-Fiction-Genre angesiedelt ist, nämlich „Mission: Impossible 2“. Allerdings sind die dortigen Actionszenen ja auch alles andere als realitätsnah und trotzen physikalischen Gesetzen. Hauptsache dem Alltag entfliehen!

Der wichtigste Fakt, der einem die Augen öffnen sollte, ist indes folgender: Bei 16 der 20 Filme auf der Liste handelt es sich um Fortsetzungen. Zwei weitere fallen in die Kategorie Remake oder Reboot. Übrig bleiben lediglich „Armageddon – Das jüngste Gericht“ (1998) und „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ (2013) als Originalstoffe. In den letzten Jahren wetterten Filmfreaks immer wieder gegen die ewige Fortsetzungsmaschinerie Hollywoods, verteufelten all die „unnötigen“ Remakes und prangerten fehlende neue Ideen an. Traurig, aber wahr: Die Maschinerie wird nicht stoppen, denn nichts zahlt sich besser aus, und das schon seit langer Zeit.

Die Gründe liegen auf der Hand: „Was der Bauer nicht kennt…“ Wir wollen wissen, wie unsere Lieblingsgeschichten weitergehen und nehmen dabei oft auch negative Vorab-Kritiken in Kauf. Bei einer ganz neuen Geschichte überlegen wir uns dagegen zweimal, ob wir für ein Kinoticket in die Tasche greifen. Fortsetzungen und Remakes/Reboots vermarkten sich praktisch von selbst, während neue Stoffe dem Publikum erst mühsam schmackhaft gemacht werden müssen. Dabei entstehen dann Plakatzeilen wie „von den Produzenten von […]“, die wenig bis gar nichts über den Film aussagen. Ohne Assoziationen mit etwas Beliebtem wird es ganz schön schwer, erfolgreich zu sein.

Schnitt. Berücksichtigt man Bewertungsportale wie IMDb, heißen die Topfilme des jeweiligen Jahres plötzlich „Interstellar“ (2014), „Fight Club“ (1999) oder „Vergiss mein nicht!“ (2004). Innovative Werke, die unter den großen Kassenschlagern etwas abgeschlagen landen, aber bei Kritik und Publikum für nachhaltige Begeisterung sorgten. Und dann gibt es natürlich Ausnahmewerke wie „The Dark Knight“, die sowohl beim Box Office als auch in qualitativen Ranglisten auf dem Siegertreppchen laden. Egal ob im Special Kinogeschichte – Die top 5 Filme aller Zeiten vom Royal Vegas online casino, beim Empire Magazin oder bei Moviepilot: Der dunkle Ritter halt alles gerockt. Der größte Erfolgsgarant auf allen Ebenen ist somit die qualitativ hochwertige Action-Fortsetzung eines Reboots, von einem bekannten Regisseur mit noch bekannterer Hauptfigur. Aber bitte nicht zu oft.

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