Die Jagd

Filmposter Die Jagd

7.5/10

Originaltitel: Jagten
DK | 2012 | 111 Min. | FSK: ab 12
Drama
Regie: Thomas Vinterberg
Drehbuch: Thomas Vinterberg, Tobias Lindholm
Besetzung: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Lasse Fogelstrøm, Annika Wedderkopp u.a.
Kinostart: 28.03.13
DVD/Blu-Ray VÖ: 23.08.13

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bild © Wild Bunch Germany

Worum geht’s?

Der seit kurzem geschiedene Lucas arbeitet als Erzieher im Kindergarten. Dort kümmert er sich auch um Klara, die Tochter seines besten Freundes. Kurz nach einer unüberlegten Äußerung Klaras vor der Kindergartenleiterin findet sich Lucas als beschuldigter Kinderschänder wieder, und Freunde werden nach und nach zu Feinden.

Wie ist der Film?

Sehr sorgfältig, aber auch sehr zurückhaltend und bodenständig setzt Thomas Vinterberg, der mit dem Dogmafilm „Das Fest“ (1998) berühmt wurde, „Die Jagd“ in Szene, sodass nichts als die Geschichte selbst so gut wie möglich das Publikum an- und für sich selbst sprechen kann. Genau das kann sich „Die Jagd“ eben auch leisten, denn das Drehbuch ist fesselnd, authentisch und ohne Längen.

Die Wendung des Protagonisten vom Freund zum Feind seines Dorfs geht via Schneeballeffekt recht plötzlich vonstatten, und doch bleibt sie stets glaubhaft. Der Film macht wütend, und das spricht für ihn, denn hier wird man Zeuge eines sozialen Phänomens, das so schockierend wie realistisch ist. Ohne weiteres könnte „Die Jagd“ auf einer wahren Begebenheit beruhen. Ein nuancierter Mads Mikkelsen („Adams Äpfel“) meistert die Hauptrolle mit Bravur; es ist mal wieder faszinierend, in seinem Gesicht zu lesen. Die weitere Besetzung passt sich dem hohen Schauspielniveau an, bis hin zur kleinen Annika Wedderkopp als Klara.

Ohne handwerkliche Sperenzchen und ohne Zeigefinger ist Vinterberg ein packender, zum Nachdenken anregender Film über Schuld, Vertrauen und gebrochene Herzen gelungen. Uneingeschränkte Empfehlung für Freunde des lebensnahen, psychologischen Dramas.

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