Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

Filmposter Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

4.5/10

Originaltitel: The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor
USA | 2008 | ca. 112 Min. | FSK: ab 12
Abenteuer
Regie: Rob Cohen
Drehbuch: Alfred Gough, Miles Millar
Besetzung: Brendan Fraser, Jet Li, Maria Bello u.a.
Kinostart: 07.08.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.12.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Die Archäologen Rick und Evely O’Connell nehmen von der britischen Regierung einen letzten Auftrag an. Sie sollen einen wertvollen Diamanten nach Shanghai transportieren. Währenddessen entdeckt ihr gemeinsamer Sohn Alex im gleichen Land bei Ausgrabungen das Grabmal des Drachenkaisers. Schon bald kann er die Hilfe seiner Eltern gut gebrauchen.

Wie ist der Film?

Wurden wir nicht schon einmal im dritten Teil einer abenteuerlichen Filmreihe in den geheimnisvollen fernen Osten entführt? Nicht nur „Fluch der Karibik 3“, auch Indiana Jones lässt grüßen. Alles in allem ist in „Die Mumie 3“ nichts zu finden, was man nicht schon mal so oder so ähnlich gesehen/gehört hat. Das allein bringt einen Film glücklicherweise noch nicht zum scheitern. Aber das ist ja noch nicht alles. Der plötzliche Besetzungswechsel für die Rolle der Evelyn O’Connell (Maria Bello passt leider weniger gut) lässt schon Böses ahnen…

„Jetzt geht das schon wieder los“ stöhnt Hauptfigur Richard O’Connell (Brendan Fraser). Eine recht treffende Beschreibung des Ganzen. In diesem Stil fallen noch ein paar weitere Sprüche; man wollte wohl gar nicht erst verstecken, dass es sich (nur) um einen Aufguss einer Erfolgsstory handelt. Das Publikum wird mit mittelmäßigen Dialogen, die stellenweise ins Peinliche abdriften und vor Klischees strotzen, ein paar flachen Witzen, etwa zwei Lachern und einer Flut ansehnlicher CGI-Effekte gefüttert.

John Hannah alias lustiger Onkel Jonathan wird eine besondere Ehre zuteil. Er ist für die pseudowitzigen und überflüssigen Statements wie „So einen Diamanten hätte ich auch gern“ und „Was für ein widerliches, sonderbares dreiköpfiges Monster“ zuständig. Einer muss es ja sagen? Falsch! Es hätte nicht geschadet ein paar Mal mehr nur Bilder für sich sprechen zu lassen. Soll heißen: Die sympathischste Figur im Film ist eine Kuh, und diese wird leider schon sehr früh in die Freiheit, und damit aus dem Film, entlassen.

Je nachdem wie leicht der Kinobesucher abzuspeisen ist, lässt sich dem neuen Mumien-Abenteuer beachtlich viel Banalität nachweisen. Das Auftreten der Yetis dürfte schon mancherorts für Stirnrunzeln sorgen. Spätestens der dreiköpfige Drache bringt dann den Beweis dafür, dass die Drehbuchautoren ihre Geschichte munter zusammengeschustert haben wie es gerade passte, ohne groß über neuartige Ideen zu grübeln. Welcher Filmfan bitte ist mit den eben genannten Kreaturen nicht schon längst vertraut? Man kann es sich auch etwas leichter machen, für genügend Explosionen etc. ist ja gesorgt.

„Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“ ist banales Popcornkino für die breite Masse, vielleicht für einiges Schmunzeln gut, aber nicht zuletzt erschreckend flach bis peinlich.

Ähnliche Filme

Die Mumie
Die Mumie kehrt zurück
The Scorpion King
Big Trouble in Little China
Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*