Die Satansweiber von Tittfield

die.satansweiber

7.5/10

Originaltitel: Faster, Pussycat! Kill! Kill!
USA | 1965 | 83 Min. | FSK: ab 16
Action, Roadmovie, Komödie, Erotik, Exploitation
Regie: Russ Meyer
Drehbuch: Jack Moran, Russ Meyer
Besetzung: Tura Satana, Haji, Lori Williams, Susan Bernard u.a.
Kinostart: 07.07.67
DVD/Blu-Ray VÖ: 30.08.04

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Drei toughe Stripperinnen heizen mit ihren Karren durch die Wüste, sind offen für gefährliche Autorennen und werden hellhörig, als ein Tankwart erzählt, dass an einem abgelegenen Ort in der Wüste ein alter Rollstuhlfahrer zusammen mit seinen Söhnen lebt, der eine große Menge Geld versteckt hält, welche er einst als eine Schadensersatzleistung erhielt.

Wie ist der Film?

Knackige Damen mit üppiger Oberweite, schnelle Autos, coole Sprüche wie aus dem Maschinengewehr und fetzige Musik, was braucht Mann mehr? Dieses immer wieder bewahrheitete Klischee über wahre Testosteron-Träger bedient der späte Schwarzweiß-Schinken „Die Satansweiber von Tittfield“ überaus genüsslich. Damit ist Russ Meyer – Ex-Playboy Fotograf und bekannt für zahlreiche Schmutzfilmchen – eine echte Trash-Perle gelungen, da er den plumpen Softporno mit einer guten Portion knallharter Action und interessant-skurrilen Charakteren umgeht.

Die gewollt schmutzig-verruchte Erwachsenenfilm-Machart entfaltet, zumindest aus heutiger Sicht, einen ungeheuren Charme und macht einfach Spaß. Da es in diesem Exploitationfilm keineswegs die Frauen sind, die ausgebeutet werden (diese sind in Anbetracht des Erscheinungsjahrs geradezu bahnbrechend stark und selbstbewusst dargestellt) gibt es hier nichts zu meckern, höchstens zu schmunzeln. Die drei feschen Hauptdarstellerinnen tragen ihre bemüht coolen Texte mehr vor als sie zu schauspielern und ihre knappen Outfits erledigen den Rest. Sobald man sich an diesen Standard gewöhnt hat, steht dem trashigen Filmvergnügen nichts mehr im Wege.

„Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ oder wie es im Deutschen genauso eindeutig und treffend heißt „Die Satansweiber von Tittfiled“ bietet eine locker zusammengeknüpfte Verbrecher-Story, die vor sexuellen Anspielungen nur so sprüht, nahezu nonstop mit passenden Songs untermalt. Sexy, rau, nicht selten rasant und voller unvergleichlichem 60er-Jahre-Charme, der wohl nur in der Originalfassung ganz rauskommt. Ein kultiger, handwerklich gekonnter B-Film, den Quentin Tarantino ganz offensichtlich bei so einigen seiner Projekte im Hinterkopf gehabt haben muss.

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