Die Schlacht um den Planet der Affen

Filmposter Die Schlacht um den Planet der Affen

4.5/10

Originaltitel: Battle for the Planet of the Apes
USA | 1973 | 82 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction
Regie: J. Lee Thompson
Drehbuch: John William Corrington, Joyce Hooper Corrington
Besetzung: Roddy McDowall, Claude Akins, Natalie Trundy u.a.
Kinostart: 10.08.73
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.10.01/10.12.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Kurz nachdem Schimpanse Caesar mit den anderen versklavten Affen erfolgreich gegen die Menschen rebellierte, verwüstete ein Atomkrieg weite Teil der Erde. Einige überlebende Affen und Menschen leben gemeinsam in einer von Caesar gütig regierten Siedlung. Caesars menschlicher Freund McDonald zeigt auf, dass es in der radioaktiven „toten Stadt“ noch erhaltene Spuren von Caesars Eltern auf Magnetband geben könnte. Als die beiden mit dem weisen Orang-Utan Virgil das Reiseziel erreichen, stoßen sie auf große Gefahr.

Wie ist der Film?

Der fünfte und letzte Teil der ‚Affensaga‘ hat das Image des unnötigen, billigen Anhängsels inne. Dagegen spricht, dass es der einzige Teil der Reihe ist, in dem man Affen und Menschen in nahezu gleicher Zahl bei nahezu gleichberechtigtem Zusammenleben sehen kann – ein niedlicher und für den Fan interessanter Anblick. Vor allem kommt hinzu, dass der Vorgänger „Eroberung vom Planet der Affen“ strenggenommen ja nur die Beendung der Affenversklavung thematisiert und die finale Unterdrückung der Menschen bis zur ihrer wortwörtlichen Verstummung ausbleibt. Leider ist „Die Schlacht um den Planet der Affen“ letztlich aber doch kaum mehr als ein billiges Anhängsel, weil der Film die Chance, dieses fehlende Bindeglied zu zeigen, einfach nicht nutzt.

Die im Film gezeigte Schlacht ist nicht die um den Planeten. Sie treibt (vorübergehend) einen Keil zwischen Affe und Mensch, ist historisch aber kaum relevant. Selbst wenn man verzeiht, dass „Die Schlacht um den Planet der Affen“ einen weniger wichtigen Teil der Geschichte thematisiert, so ist es doch ärgerlich, dass der Film im Grunde so aufhört, wie er anfängt, und daher noch nicht einmal eine Entwicklung aufzeigt. Durchaus werden neue Informationen geliefert, etwa ein Stück Vorgeschichte der Mutanten, die das Publikum in Teil 2 noch völlig überrumpelten (fast eine kleine Versöhnung mit dem erschreckenden Trash-Faktor von „Rückkehr zum Planet der Affen“), doch das reicht nicht wirklich, um diesen fünften Teil der Reihe zu legitimieren.

Mit dem Kleinkrieg aufgrund von Missverständnissen zeigt auch „Die Schlacht um den Planet der Affen“ wieder einen gesellschaftlichen Missstand auf. Mehrwert kann der Saga mit so einem Schlusspunkt allerdings nicht mehr erbracht werden. Hölzernes Spiel, kurze Laufzeit mit viel Füllmaterial, ein in seinem Rahmen opulent aber nicht wirklich packend inszenierter Kampf Mensch gegen Affe – das gegenüber den Vorgängerfilmen noch schmalere Budget merkt man „Die Schlacht um den Planet der Affen“ deutlich an. Dieser letzte Streich hat wie jeder andere Teil seine eigenen Markenzeichen. Trotzdem ist er ein leider schwacher Abschluss mit verschenkten (oder aus Geldnot nicht realisierten) Möglichkeiten.

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