Die WonderBoys

Filmposter Die WonderBoys

7/10

Originaltitel: Wonder Boys
USA | 2009 | ca. 107 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Romanadaption
Regie: Curtis Hanson
Drehbuch: Steven Kloves
Besetzung: Michael Douglas, Toby Maguire, Frances McDormand, Robert Downey Jr., Katie Holmes u.a.
Kinostart: 22.10.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 02.11.00/07.11.01

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Ein Englischprofessor für kreatives Schreiben an einem College in Pittsburgh versucht durch Kiffen, mit seiner gescheiterten Ehe und seiner Schreibblockade fertig zu werden. Als er den talentiertesten seiner Studenten etwas näher kennen lernt, beginnt eine Reihe turbulenter Ereignisse.

Wie ist der Film?

Ja, Curtis Hanson ist der Regisseur des Meisterwerks „L.A. Confidential“, doch sein Nachfolger „Die WonderBoys“ hat mit dem Gangster-Thriller so gar nichts gemein, bis auf die Tatsache, dass man auch hier eine stilsichere Inszenierung und eine starke Besetzung beobachten kann. Curtis gehört zu den vielseitigen Regisseuren, die sich in ganz verschiedenen Sparten niederlassen und dabei trotzdem etwa gleichstarke Werke hervorbringen. „Die WonderBoys“ ist seine kauzige Komödie mit dezenten, liebevollen Seitenhieben auf das Schriftstellertum und einem Faible für Außenseitercharaktere, die man nach und nach ins Herz schließt.

Die Geschichte über das Schreiben, eine ungewöhnliche Freundschaft und skurrile Situationen wirkt zu keiner Zeit geradlinig erzählt, dank der Fülle an witzigen Querschlägern. Insofern ist es die allgemeine Atmosphäre, die den großen Charme ausmacht. Der Film spielt bei einem Schmuddelwetter, welches für die Handlung nicht unbedingt erforderlich ist und setzt auf Handkameras. Dazu kommen ein interessanter Soundtrack und ein wunderbar erfrischend besetzter Hauptdarsteller. Lockerflockig und in all der Schrägheit noch natürlich wirkend, das ist die Devise, wonach hier massig Sympathie versprüht wird.

Michael Douglas als schrulliger Professor ist fast schon Grund genug, sich „Die WonderBoys“ anzusehen; ein kleines Highlight in seiner von Krawattenträgern durchzogenen Liste der bis dato gespielten Charaktere. Neben ihm brilliert Toby Maguire als formvollendeter Freak wie ihn „American Beauty“ 1999 in Form des Videokamera-Typen erfand, dicht gefolgt von einem bestens aufgelegten Robert Downey Jr. als schwuler Mentor. Frances MacDormand spielt unvergleichlich charmant wie immer und ebenfalls sehenswert ist hier die niedliche Katie Holmes durch ihre niemals wieder kehrende Unschuld der Post-Tom-Cruise-Ära.

„Die WonderBoys“ ist eine toll besetzte Alternativ-Komödie zum Gernhaben, mit einem Hauch von gesundem Zynismus und einem frischen Ambiente, dessen Charme sich kaum jemand gänzlich entzieht.

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