Don’t Be Afraid of the Dark

DVD-Cover Don't Be Afraid of the Dark

5/10

Originaltitel: Don’t Be Afraid of the Dark
USA, AU | 2010 | 99 Min. | FSK: ab 16
Horror, Thriller, Remake
Regie: Troy Nixey
Drehbuch: Guillermo del Toro
Besetzung: Bailee Madison, Katie Holmes, Guy Pearce u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.05.12

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © STUDIOCANAL

Worum geht’s?

Alex und seine Lebensgefährtin Kim beziehen das jahrzehntelang stillgelegene Anwesen Blackwood Manor, um es zu renovieren. Alex‘ kleiner Tochter Sally behagt die neue Umgebung ganz und gar nicht. Zu Alex‘ und Kims Überraschung entdeckt Sally einen verborgenen Keller. Von flüsternden Stimmen geleitet befreit sie dort etwas, das den Keller nie wieder hätte verlassen dürfen…

Wie ist der Film?

Man sieht sich das hierzulande ohne Umweg auf DVD und Blu-ray erschienene Langfilmdebüt von Troy Nixey an, weil niemand geringeres als Guillermo del Toro das Drehbuch schrieb und produzierte. Der Mexikaner zeichnet unter anderem für „Hellboy“ und „Pans Labyrinth“ verantwortlich, liefert mit „Don’t Be Afraid of the Dark“ jedoch nicht mehr als eine Fingerübung und milde Enttäuschung für das Publikum. Die zunächst angenehm altmodische Schaueratmosphäre kippt in unmotiviertes Nachbuchstabieren dieser und jener Spukhausfilme.

Szenenbild Don't Be Afraid of the Dark„Don’t Be Afraid of the Dark“ ist die Neuauflage des gleichnamigen Fernsehfilms von 1973. Ein recht originalgetreues Remake, nur dass die kleine Tochter im Scheidungstrauma einfach hinzuerfunden wurde, statt dass die Ehefrau das dunkle Geheimnis des Anwesens aufdeckt. Vielleicht dachte jemand, Kinder als Horrorfilmhauptfiguren seien immer noch angesagt, oder man wollte Katie Holmes („Batman Begins“) nicht zu viel zumuten. Besser wird die klischeebeladene Handlung dadurch jedenfalls nicht.

Das Hauptproblem: „Don’t Be Afraid of the Dark“ ist schlichtweg nicht wirklich gruselig. Die Bedrohung, um die es geht, ist immerhin anders als erwartet, gemein und gefährlich, aber doch eher niedlich als furchteinflößend, womit die ganze Intention des sich ziemlich ernst nehmenden Films mehr oder weniger dahin ist. Was 1973 schon unfreiwillig komisch war, ist es heute, mit guten visuellen Effekten, immer noch.

Erschreckend ist hier vor allem anderen die Ähnlichkeit zu „Das Waisenhaus“ (auch von del Toro produziert), insbesondere im Keller, was „Don’t Be Afraid of the Dark“ trotz abweichender Handlung nur noch wie einen Abklatsch aussehen lässt. Leider kann die Besetzung auch nichts reißen. Guy Pearce („L.A. Confidential“, „The Kings Speech“) und Katie Holmes passen einfach nicht zusammen, und mit der kleinen Bailee Madison warm zu werden, fällt auch schwer. Eine solide Inszenierung und der eine oder andere intensive Moment reichen nicht, um sich als unnötiges Remake mit undurchsichtiger Geschichte über andere Genrevertreter hinwegzusetzen.

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