Drag Me to Hell

Filmposter Drag Me To Hell

7.5/10

Originaltitel: Drag Me To Hell
USA | 2009 | ca. 99 Min. | FSK: ab 16
Horror
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Sam Raimi, Ivan Raimi
Besetzung: Alison Lohman, Justin Long, David Paymer u.a.
Kinostart: 11.06.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 22.10.09

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Eine aufstrebende Bankangestellte aus armen Verhältnissen verwehrt einer flehenden alten Frau einen Kredit, um ihrem Chef ihre Durchsetzungsfähigkeit zu zeigen und so den Job des Filialleiters zu ergattern, den auch ihr Konkurrent stets im Auge hat. Daraufhin wird sie von der Alten mit einem alten Fluch belegt, der seinen Opfern das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle macht.

Wie ist der Film?

Welch ein Segen, dass „Spider-Man“ Regisseur Sam Raimi nach seiner höchst kultigen „Tanz der Teufel“ Reihe noch einmal zum Horror-Genre zurück kehrte. Denn das ist endlich mal wieder ein Comeback, das nicht nur eine nette Überraschung ist, sondern sich auch wirklich lohnt, da Raimi zeigen kann, was mit seinem skurrilen Stil im neuen Jahrtausend so geht. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, weshalb es nun weit mehr zu feiern gibt, als die Tatsache, dass der Originaltitel in Deutschland endlich mal beibehalten wurde.

Raimi, der mit seinem großen Bruder Ivan auch das Drehbuch schrieb, erzählt mit „Drag Me To Hell“ zwar eine altbekannte Geschichte, inszeniert diese aber so gekonnt und liebevoll, dass der Film ganz weit vorne unter den jährlichen Genrevertretern rangiert. Klassischer Grusel, moderne Effekte und eine gehörige Portion schräger Witz werden elegant ineinander verwoben. Das ist stimmig, spannend und unterhaltsam. Der klotzende Score und die zeitgemäß verpackten Stilmittel, die Raimi seinen frühen Horror-Klassikern entlieh, versprühen einen Charme, der dafür sorgt, dass „Drag Me To Hell“ so einige ähnlich angesiedelte Filme weit hinter sich lässt.

Zum einen kann man sich mehrmals gehörig erschrecken, während man auf der anderen Seite über den selbstironischen Einsatz von Zeichentrick-Ästhetik (Stichwort: Ambos) grinsend den Kopf schütteln darf. Erschreckend ist im letzten Akt zwar auch die Vorhersehbarkeit, doch der knackige Schluss lässt solche Schwächen verzeihen. Außerdem wird der Film von den frischen Darstellern getragen.

„Drag Me To Hell“ ist ein traditioneller moderner Horrorfilm, der dank der Kreativität sowie der einzigartig eigenartigen Handschrift des Regisseurs auch richtig Spaß macht und im Gegensatz zu anderen derzeitigen Fließbandproduktionen deutlich mehr Reize enthält, als jene einer sexy Protagonistin.

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