Ein Köder für die Bestie

Filmposter Ein Köder für die Bestie

6/10

Originaltitel: Cape Fear
USA | 1962 | 101 Min. | FSK: ab 16
Thriller, Romanadaption
Regie: J. Lee Thompson
Drehbuch: James R. Webb
Besetzung: Gregory Peck, Robert Mitchum, Polly Bergen, Lori Martin u.a.
Kinostart: 17.08.62
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.12.01

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Nach einer achtjährigen Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung wird Max Cady wieder auf freien Fuß gesetzt. Sofort spürt er den Anwalt Sam Bowden auf, den er für seine verlorenen Lebensjahre verantwortlich macht. Bowden unterbrach damals nämlich Cadys Tat und sagte vor Gericht gegen ihn aus. Getrieben von Rachegefühlen, beginnt Cady den Anwalt, dessen Frau und dessen Tochter zu verfolgen. Bowden muss handeln, bevor Cady ernst macht.

Wie ist der Film?

Basierend auf dem Roman „The Executioners“ von 1957 zeigt J. Lee Thompsons „Ein Köder für die Bestie“ eine relativ dünne und überraschungsfreie Thriller-Handlung, die von den großen Namen diverser Beteiligter lebt. Die wohl ausgefeilte, stimmungsvolle Musikuntermalung stammt von Großmeister Bernard Herrmann, Alfred Hitchcocks Hofkomponist. Die Starbesetzung ist so passend wie Topf auf Deckel: Gregory Peck, für das Kinopublikum seit jeher der Inbegriff des guten, aufrechten Amerikaners, spielt den unschuldigen Familienvater, und sein Quasi-Gegenteil Robert Mitchum gibt einmal mehr den Bösen. Abgerundet wird die prominente Darstellerliste von Martin Balsam, bekannt aus „Die Zwölf Geschworenen“ und „Psycho“.

„Ein Köder für die Bestie“ ist gut fotografiert und überzeugend gespielt; Montage und Musik tun ihr Bestes zur Spannungserzeugung, wirklich überspringen wird der Funke jedoch eher nur bei sensiblen Gemütern. Die nicht allzu gut gealterte Aufarbeitung des Familienlebens im Angesicht von Sadismus und Stalking hat ihren Kultstatus größtenteils der (kaum als besser oder schlechter zu beurteilenden) Neuverfilmung von Martin Scorsese aus dem Jahre 1991 zu verdanken. Ein solider Thriller ohne Netz und doppelten Boden.

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