Eroberung vom Planet der Affen

Filmposter Eroberung vom Planet der Affen

6/10

Originaltitel: Conquest of the Planet of the Apes
USA | 1972 | 83 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction
Regie: J. Lee Thompson
Drehbuch: Paul Dehn
Besetzung: Roddy McDowall, Don Murray, Hari Rhodes u.a.
Kinostart: 10.08.72
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.10.01/10.12.08

Links zum Film:
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Worum geht’s?

1991. Eine Seuche rottete sämtliche Haustiere der Menschen aus, weshalb selbige darauf umstiegen, sich Affen zu halten und diese schließlich zu intelligenten Sklaven erzogen. Caesar, der als Sohn zweier ermordeter Affen aus der Zukunft als einziger seiner Art sprechen kann und von seinem Ziehvater erstmals mit dem brutalen System konfrontiert wird, ist schockiert. Als auch noch dem einzigen Menschen, der sich liebevoll um ihn kümmerte, etwas passiert, zettelt er in Rage einen riesigen Aufstand der Affen an.

Wie ist der Film?

„Eroberung vom Planet der Affen“ setzt zeitlich nicht lange nach „Flucht vom Planet der Affen“ ein, schlägt aber schon wieder einen ganz anderen Ton an als jener Vorgänger. Es ist der düsterste Teil der Reihe. Zudem wird er auch vielerorts als überflüssig bezeichnet, schildert er doch nur, was in den anderen Filmen bereits berichtet wurde. Da ist definitiv was dran, dennoch sticht dieser vierte Streich mit ganz eigenen Schauwerten und einer zuweilen dichten, finsteren Atmosphäre heraus. Vor allem lässt er sich als der tatsächliche Beginn des Planeten der Affen sehen, wodurch automatisch eine gewisse Magie von ihm ausgeht und sein Dasein wenigstens ein Stück weit gerechtfertigt wird.

Waren es in „Rückkehr“ der Atomkrieg und in „Flucht“ die Medienlandschaft, scheint „Eroberung“ seinen sozialkritischen Kommentar vor allem als Paraphrase der Versklavung der Afrikaner während der Kolonialisierung Amerikas und deren bis heute andauernden Auswirkungen im US-amerikanischen Gedankengut zu platzieren. Als Nachteil gegenüber dem Vorgänger tut sich die eher schwer zugängliche Zukunftsvision des Jahres 1991 aus der Sicht des Produktionsjahres 1972 hervor. Zudem wirkt die Versklavung der Affen etwas weit hergeholt, da zwar ihre Ursache genannt wird, jedoch keine wirklich schlüssige Begründung vorliegt.

Demgegenüber steht dafür das verhältnismäßig furiose Finale der bisherigen Reihe. Selbst wenn das Budget ganz offensichtlich nicht gerade hoch ausfiel, ist die Affenrevolution spektakulär anzusehen. Zudem machen die flammenden Reden von Caesar (leidenschaftlich gespielt von Roddy McDowall, der zuvor Cornelius, also quasi seinen eigenen Vater verkörperte und damit als einziger Schauspieler in allen Teilen der Reihe zu sehen ist) wirklich etwas her.

Vergleicht man mit dem 2011er Prequel „Planet der Affen: Prevolution“, das ebenfalls den Aufstand der Affen gegen die Menschen herbeiführt, allerdings nicht als Remake von „Eroberung“ gesehen werden will, verfolgt nur der neuere der beiden Filme einen durchweg schlüssigen Handlungsverlauf vom Haustier-Affen bis zum Revoluzzer-Affen. Dennoch punktet „Eroberung vom Planet der Affen“ mit Atmosphäre und Härte und bleibt als solider, wenn nicht gar bester nach dem ersten Teil der originalen Reihe zurück.

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