Ex Machina

Filmposter Ex Machina

7/10

Originaltitel: Ex Machina
GB, USA | 2015 | 95 Min. | FSK: ab 12
Science Fiction, Thriller
Regie: Alex Garland
Drehbuch: Alex Garland
Besetzung: Domhnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac u.a.
Kinostart: 23.04.15
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.09.15

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Universal Pictures

Worum geht’s?

Als Gewinner eines Wettbewerbs darf Programmierer Caleb den zurückgezogen lebenden Multimilliardär Nathan besuchen, um eine bahnbrechende Erfindung zu testen. Nathan hat einen weiblich gestalteten Androiden namens Ava erbaut. Caleb soll Avas künstliche Intelligenz untersuchen. Avas Bewusstsein übertrifft jede Erwartung und enthüllt dunkle Geheimnisse.

Wie ist der Film?

Szenenbild Ex MachinaMit „Ex Machina“ legt der Autor von „28 Days Later“, „Sunshine“ und „Dredd“ sein gelungenes Regiedebut vor. Hier treffen sich alle Eigenschaften klassischer, guter Science-Fiction in konzentrierter Form: wissenschaftlicher Anspruch mit Bezug zur Realität, ein innovativer Look und nicht zuletzt Spannung.

Angenehm unaufgeregt erzählt Alex Garland sein Dreiecksdrama über Menschen und künstliche Intelligenz. Sanfte Kameraführung, dezentes Sounddesign und kahle, doch eindrucksvolle Sets generieren subtile Beklemmung, die sich durch den ganzen Film zieht. Die aufsteigenden Stars Domhnall Gleeson („True Grit“), Alicia Vikander („Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt“) und Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis“) bilden ein facettenreiches Trio. Vor allem Isaac glänzt als zwielichtiger Milliardär mit viel Präsenz.

„Ex Machina“ ist nicht nur der elegantere „Chappie“ dieses Jahr, sondern allgemein eine stimmungsvolle Zukunftsvision, die gekonnt zum Nachdenken über das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine anregt. Vielbehandelte Themen, erfrischend verpackt in ein Kammerspiel. Wenn die Geschichte allmählich eintönig zu werden droht, hat Garland überraschende Wendungen parat, ohne dabei bemüht zu wirken. Die Briten beweisen mal wieder Stil.

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Transcendence
A.I. – Künstliche Intelligenz

2 Kommentare

  1. Kann die Wertung nicht nachvollziehen, zumal im Text eigentlich keine negativen Kritikpunkte genannt werden. Besonders im Vergleich zum Review von Chappie, in dem es einige negative Punkte gab, macht die Punktzahl keinen Sinn. Ich finde die Wertung sollte einer gewissen Vergleichbarkeit von Filmen auf der Seite dienen, gerade wenn Genre und Thematik ähnlich sind.

    • Schön, dass du die Rezensionen komplett liest und dir Gedanken machst. 🙂 Für mich macht das alles durchaus Sinn und ich will meine Punktewertungen ja zum Vergleich anbieten, allerdings ist mir der Text dazu auch wichtig, da zwei Filme eben aus ganz unterschiedlichen Gründen dieselbe Punktzahl erreichen können.

      Ich sehe oft, dass „nichts auszusetzen haben“ mit der Vergabe der Höchstwertung gleichgesetzt wird. Ich könnte mir auch immer wieder die Haare raufen, wenn ich sehe, wie die User von Film-Communities mit den 10 Punkten um sich werfen, weil der Film ja gut war. Das will ich dir nicht unterstellen, aber dein Kommentar erinnert mich daran. Bei mir ist das jedenfalls anders.

      7/10 ist für mich ein guter Film, wie zum Beispiel „Ex Machina“. Ich habe so weit nichts auszusetzen, war aber auch nicht begeistert, nicht wahnsinnig mitgerissen. Der Film setzt niedrig an und zieht sein Ding wunderbar durch. Es ist die erste Regiearbeit von Alex Garland und sie ist gelungen. „Chappie“ hat von Anfang an viel größere Ambitionen, Marke ‚Sommerblockbuster‘. Hinzu kommt die Vorbelastung durch Neill Blomkamps Vorgängerfilme, von denen ich einen überragend finde. Dieses Mammutprojekt „Chappie“ besitzt einfach mehr Angriffsfläche, weshalb ich da auch einiges zu bemängeln hatte. Aber der Film schlägt sich unterm Strich immer noch gut, finde ich. „Ex Machina“ ist dagegen leise und unscheinbar und nähert sich der 7/10 im Vergleich ‚von unten‘. So pendeln sich zwei Filme auf derselben Wertung ein, sind zwei Varianten, wie man einen guten Film machen kann.

      (Wenn ich hingegen eine 5/10 vergebe, dann heißt das auch nicht automatisch, dass der Film Durchschnitt ist, sondern es kann auch heißen, dass sich geniale und katastrophale Aspekte die Waage halten.)

      Im Zweifelsfall gilt der Text, und die Zahlen sind eine grobe Orientierung, an der man sich nicht aufhängen sollte. Vielleicht kannst du das System besser nachvollziehen, wenn du mal ein paar (mehr) Kritiken mit Wertungen von 8 und aufwärts gelesen hast. 🙂

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