Worum geht’s? – Ein Vorwort

„Final Destination“ ist eine Horrorfilmreihe, deren Ursprungsidee einem für eine „Akte X“-Folge gedachten Skript entstammt, welches schließlich zum Spielfilm und Regiedebut von „Akte-X“-Macher James Wong umfunktioniert wurde. Die grundlegenden Handlungsereignisse sind in jedem „Final Destination“-Film die gleichen: Ein junger Mann / eine junge Frau ist gerade dabei, mit einigen Bekannten ein Erlebnis zu teilen – meist eine Reise. Dabei ereilt ihn/sie eine absolut lebensechte Vision. Darin sieht er/sie sich und die (meisten) anderen Beteiligten durch einen Unfall grausam zu Tode kommen. Zurück in der Realität deuten gewisse Details, die auch in der Vision vorkamen (etwa ein Lied im Radio) darauf hin, dass der Unfall wirklich passieren wird. Daher warnt die Person die Beteiligten, kann manche von ihnen sowie sich selbst in Sicherheit bringen und so für eine Handvoll Menschen dem Unglück entgehen, das im Anschluss tatsächlich passiert.

Vermeintlich dem Tod von der Schippe gehüpft, sterben die Überlebenden kurz darauf über einen längeren Zeitraum hinweg nacheinander durch skurrile Umstände, wie sich herausstellt in der Reihenfolge, in der sie auch in der Vision gestorben sind beziehungsweise bei dem großen Unglück gestorben wären. Ein Mörder – und das zeichnet „Final Destination“ gegenüber anderen Horrorfilmreihen aus – ist nie auszumachen. Die Tode werden meist durch eine Verkettung kleiner Details herbeigeführt, häufig angefangen von einem bloßen Windhauch – manchmal aber auch schnell und plötzlich. Es liegt an den Charakteren, dem Tod so lange wie möglich zu entgehen und/oder auszutricksen. Die Filme der Reihe unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie die Leute sterben, wie sie den Plan des Todes manipulieren oder wie ebendieser sie letztlich überrascht. Über die Funktionsweise des ‚Todesplans‘ klärt in kurzen Auftritten ein in fast allen Teilen vorkommender, unheimlicher Gerichtsmediziner auf, gespielt von Tony Todd, der in den 90ern durch „Candyman’s Fluch“ zu einer Horrorikone wurde.

Anfangs auf beklemmende Atmosphäre ausgelegt, geriet der Fokus in den Fortsetzungen zunehmend auf möglichst kreative und immer gewaltsamere Todesszenen. Nichtsdestotrotz bietet zumindest ein Teil der Reihe überdurchschnittliche Horrorunterhaltung und eine willkommene Abwechslung zu all den bewaffneten Maskenmördern.

Die Filme

(mit Unglück-Stichwort zur Orientierung)

2000: Final Destination (Flugzeug)
2003: Final Destination 2 (Highway)
2006: Final Destination 3 (Achterbahn)
2009: Final Destination 4 (Autorennbahn)
2011: Final Destination 5 (Brücke)

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