Night of the living Dead Bild © Splendid Film

Worum geht’s? – Ein Vorwort

Als George A. Romero aufwuchs, waren die sogenannten Zombies noch in der Karibik zuhause. Das Phänomen des Untot-Seins trat meistens im direkten Zusammenhang mit Voodoo-Zauber auf. Der Film „White Zombie“ (1932), der auf Haiti spielt, gilt als erster Film, der Zombies thematisierte, nämlich als untote Sklaven der Menschen. Mit der Idee, in Amerika Tote wieder auferstehen zu lassen und sie zu Menschenfleischfressern zu machen, definierte George A. Romero den Begriff „Zombie“ ganz neu, wobei dieses Wort in seinen ersten Projekten gar nicht verwendet wurde. Dennoch gilt er heute als der Meister des Zombiefilms.

Viele Filme werden fälschlicherweise zu Romeros Reihe hinzugezählt. „Night of the Living Dead“ wurde 1990 und 2007 neuverfilmt, ebenso gab es ein Remake von „Dawn of the Dead“ im Jahre 2004 und eines von „Day of the Dead“ im Jahre 2008. Für all diese Projekte ist Romero jedoch nicht verantwortlich. Ebenso wenig für „House of the Dead“ (2003), „Shadows of the Dead“ (2004), „Dance of the Dead” (2008), und auch nicht für „Day of the Dead 2: Contagium”, „Return of the Living Dead” 1-4 oder „Shaun of the Dead” (2004). Letzterer ist hauptsächlich eine witzige Hommage an die Romero-Zombiefilme.

An dieser Stelle geht es nur um die bis dato sechs Originalfilme. Bis auf „Day of the Dead“ und „Survival of the Dead“ spielen alle in Pittsburgh und erzählen von Toten, die durch ein nicht näher bestimmbares Phänomen (eine Theorie berichtet von Strahlung einer Raumsonde) wieder aufstehen und einzig vom Trieb zu fressen gesteuert werden. Ihre einzige Nahrung ist Menschenfleisch. Wird ein Mensch von einem Zombie gebissen, stirbt er und kehrt anschließend selbst als Zombie zurück. Da die Panik überwiegt und die Menschen es nicht schaffen, sich alle gemeinsam zur Gegenwehr zu organisieren, steht die Menschheit schließlich kurz vor der Ausrottung durch die Zombies. Was wie plumper und ekliger Horror klingt, ist von Romero stets als Metapher mit Kritik an der Gesellschaft inszeniert. Und genau das macht die „Dead“ Reihe außergewöhnlich, wertvoll und unerreicht.

Die Filme

1968: Die Nacht der lebenden Toten
1978: Zombie – Dawn of the Dead
1985: Zombie 2 – Das letzte Kapitel
2005: Land of the Dead
2007: Diary of the Dead
2009: Survival of the Dead

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