Flashback – Mörderische Ferien

flashback

5.5/10

Originaltitel: Flashback – Mörderische Ferien
DE | 2000 | 95 Min. | FSK: ab 18
Horror, Splatter, Thriller
Regie: Michael Karen
Drehbuch: Jimmy Sangster, Natalie Scharf
Besetzung: Valerie Niehaus, Xaver Hutter, Alexandra Neldel u.a.
Kinostart: 06.04.00
DVD/Blu-Ray VÖ: 04.04.01

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Concorde Home Entertainment

Worum geht’s?

Jeanette musste als Kind erleben, wie ihre Eltern von einem als Frau verkleideten Psychopathen mit einer Sichel abgeschlachtet wurden. Gezeichnet von diesem einschneidenden Erlebnis, verbringt sie ihre Jugend in der Psychiatrie. Um für neuen Lebensmut zu sorgen, beschafft Jeanettes Psychiater ihr einen Job als Französischlehrerin für drei Geschwister aus reichem Hause. Den Teenagern steht der Sinn natürlich mehr nach Party als nach Büffeln. Doch die Stimmung kippt, als Jeanette den Mörder aus ihrer Kindheit wiederzuentdecken glaubt und eine Reihe grausamer Morde beginnt.

Wie ist der Film?

Kurz nach der durch die „Scream“-Filme angekurbelten Wiedergeburt des klassischen Teen-Horrorfilms in den USA sprang Deutschland mit dem namhaft besetzten Medizin-Thriller „Anatomie“ auf den Zug auf und brachte dabei ein paar eigene Ansätze mit. Nahezu zeitgleich, allerdings weit weniger beachtet, erschien „Flashback“ auf der Bildfläche. Dieser versucht deutlich kompromissloser, das amerikanische Slasher-Kino ins Deutsche zu übersetzen und erleidet dabei ein bisschen die zu erwartenden Authentizitätsdefizite, weiß durch seine Härte, Genretreue und humorigen Aspekte aber zu unterhalten.

Szenenbild Flashback – Mörderische FerienMit seiner völlig überzogenen Musik, mäßigem Schauspiel und den ganzen Klischees ist „Flashback – Mörderische Ferien“ so typisch, dass es schon wieder Spaß macht. Neben einigen offensichtlichen Witzeleien in den Dialogen – darunter übrigens auch die vielleicht schwächste „Pulp Fiction“-Anspielung der Filmgeschichte (Big Kahuna Burger) – und einem absurden Running-Gag muss man sich ob seiner oft grotesken Erscheinung fragen, wie ernst dieser Trip eigentlich gemeint sein soll. Eine Antwort gibt es nicht, doch nimmt man das Ganze nicht gänzlich für voll, ist man am besten bedient.

Das Drehbuch, für welches übrigens Jimmy Sangster, ein Stammautor der legendären Hammer Film Productions, aus dem Ruhestand geholt wurde, versucht der vorhersehbaren Auflösung entgegenzuwirken, tut sich mit der daraus resultierenden Schlussidee allerdings keinen Gefallen, sondern entlässt das Publikum in erster Linie mit hochgezogener Augenbraue. Nichtsdestotrotz ist „Flashback – Mörderische Ferien“ ein spaßig-dummer Slasher mit erfreulich hohem Härtegrad, aus heutiger Sicht noch eine Ecke amüsanter, weil einem etwa jedes zweite Gesicht bekannt vorkommt.

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