Flucht vom Planet der Affen

Filmposter Flucht vom Planet der Affen

5.5/10

Originaltitel: Escape from the Planet of the Apes
USA | 1971 | 93 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction
Regie: Don Taylor
Drehbuch: Paul Dehn
Besetzung: Roddy McDowall, Kim Hunter, Bradford Dillman u.a.
Kinostart: 12.08.71
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.10.01/10.12.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Vor der US-amerikanischen Westküste wird ein im Wasser treibendes Raumschiff entdeckt. Daraus steigen nicht wie erwartet Astronauten, sondern Schimpansen. Die Affen werden zunächst eingesperrt und untersucht. Doch als sich herausstellt, dass es sich bei ihnen um sprechende, hochintelligente und freundliche Wesen aus der Zukunft handelt, werden Cornelius und Zira in die Gesellschaft integriert und wie Stars gefeiert. Dr. Otto Hasslein allerdings ist skeptisch und versucht den dunklen Geheimnissen des Ehepaares – ihr Wissen um die zukünftige Entmachtung des Menschen durch die Affen – auf den Grund zu gehen.

Wie ist der Film?

Drehbuchautor Paul Dehn, auf dessen Mist bereits die fragwürdige „Rückkehr zum Planet der Affen“ gewachsen war, verpasst dem vermeintlich abgeschlossenen Affenmenschenkosmos eine unerwartete Frischzellenkur, indem er den Spieß ganz einfach umdreht. Durch die witzige Idee wird die nunmehr alte Geschichte vom Absturz auf einem unbekannten Planeten in ein neues Gewand gepackt und mit ganz eigenen Reizen versehen. Schauplatz ist diesmal die Erde, wie wir sie kennen. „Flucht vom Planet der Affen“ ist das Heimspiel der Reihe. Zum einen fällt die Gesellschaftskritik auf diese Weise expliziter statt nur verallgemeinert aus, zum anderen findet sich für das Publikum der Draht zum Film an sich schlichtweg leichter, nicht zuletzt auch weil die ‚affigen‘ Hauptfiguren bereits in den Vorgängerfilmen ins Herz geschlossen wurden.

Nicht nur Jerry Goldsmiths Musikuntermalung ist plötzlich angenehmer geworden. „Flucht vom Planet der Affen“ ist im Allgemeinen auf Sympathie ausgelegt, wird zuweilen gar zur Komödie. Es sind einige Situationen zum Schmunzeln untergebracht, die überdies dazu anregen, verschiedene menschliche Gewohnheiten mal von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Leider treibt die Handlung das Konzept achtlos zu weit, wird daher albern und baut zu Belustigungszwecken zu viel Abwegiges ein. Das fällt glücklicherweise aber nicht sehr ins Gewicht. Denn letztendlich stellt sich „Flucht vom Planet der Affen“ als Schlüsselteil der Reihe heraus, da einige wichtige Informationen gegeben werden, die die Entwicklung vom Affen zur in der Zukunft dominierenden Spezies erklären.

Etwas schwer im Magen liegt dann nur noch das erschreckend tragische Ende. Zwar schließt der Film mit einem Aha-Effekt als Happy End, in der Geschichte wird aber dennoch ein hoher Preis dafür gezahlt. Alles in allem ist Teil 3 der Saga eher seichte und nicht ganz stilsichere Unterhaltung, dafür aber informativ und recht angenehm zu schauen.

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