Frances Ha

Filmposter Frances Ha

7/10

Originaltitel: Frances Ha
USA | 2012 | 86 Min. | FSK: ab 6
Komödie
Regie: Noah Baumbach
Drehbuch: Noah Baumbach, Greta Garwig
Kinostart: 01.08.13
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.12.13

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment

Worum geht’s?

Frances ist 27 und versucht, in Brooklyn ihr Geld mit Tanzen zu verdienen. Mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Sophie geht sie durch dick und dünn, da haben Männer auch keine Chance. Bis Sophie eröffnet, dass sie wegzieht. Auf der Suche nach einer neuen, bezahlbaren Bleibe beginnt für Frances ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Bekanntschaften.

Wie ist der Film?

Szenenbild Frances Ha„Frances Ha“ ist ein filmisches Dessert, eine leicht verdauliche Independent-Produktion für zwischendurch. Regisseur Noah Baumbach („Greenberg“) atmet den Geist der Nouvelle Vague („Außer Atem“) und von 90er-Low-Budget-Streifen wie „Clerks – Die Ladenhüter“. Einfach sympathisch, wie dieser Film nicht darum bemüht ist, toll auszusehen, sondern einfach mal draufzuhalten scheint, um uns in einen Lebensabschnitt der Protagonistin eintauchen zu lassen.

Ein superflotter Schnitt, der fröhliche Soundtrack und spritzige Dialoge machen die vordergründig trivialen Bilder unterhaltsam. Gerade die Freundschaft von Frances und Sophie ist so natürlich und glaubhaft, dass man sich darauf einlässt, ohne dass es einen klassischen Spannungsbogen oder ein klares Ziel gibt. Hier und da mögen die Figuren etwas überzeichnet sein, um für den nötigen Humor zu sorgen, aber dennoch entsteht ein gut nachvollziehbares, sehr wahrhaftiges Gefühl einer bestimmten Lebensphase: die, in der man eigentlich schon erwachsen ist, aber noch voller jugendlicher Energie steckt und seinen Platz im Leben sucht.

Die überaus kindliche, verschrobene Art von Hauptdarstellerin und Co-Autorin Greta Gerwig kann unter Umständen sehr gewöhnungsbedürftig sein, aber der Erfolg bei Kritik und Publikum beweist: „Frances Ha“ besticht durch liebenswerte Charaktere. Noah Baumbach bleibt als Indie-Geheimtipp interessant. Etwa zur Halbzeit seines lebensbejahenden Schwarzweiß-Portraits schleichen sich kleine Längen ein, zumal sich die Geschichte ganz auf Dialoge stützt. Ansonsten bleibt es temporeich, leichtfüßig und relativ witzig.

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