Frontier(s)

frontiers

6.5/10

Originaltitel: Frontière(s)
FR | 2007 | 103 Min. | FSK: ab 18
Horror, Thriller, Direct-to-DVD
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Xavier Gens
Besetzung: Karina Testa, Aurélien Wiik, Patrick Ligardes u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 24.10.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Sunfilm | DVD uncut
Bild © Sunfilm

Worum geht’s?

Während der Unruhen in Paris flüchten drei junge Männer und eine schwangere Frau nach einem Raubzug vor der Polizei in Richtung Ausland. Nicht weit vor dem Ziel steigen sie mehr oder minder freiwillig in einer heruntergekommenen Spelunke ab, wo sie einem mehr als perversen Familienbetrieb zum Opfer fallen.

Wie ist der Film?

„Frontier(s)“ folgt einem genauen Rezept. Man nehme „Michael Bay‘s Texas Chainsaw Massacre“, „Wolf Creek“, „Hostel“, „Haus der 1000 Leichen“ , „High Tension“, „The Descent“ und den höchstens in Amerika bekannten „Carver“, schütte diese in einen Pott, gebe reale Ereignisse und Kannibalen-Nazis hinzu, rühre einmal um und fertig ist der neue Horror-Schocker aus Frankreich. Was ideenlos ist, muss aber nicht schlecht sein. „Frontier(s)“ wartet mit einer ungeheuer dichten Atmosphäre auf und bietet (in der uncut Fassung) eindringliche Gewaltszenen, die die oben genannten Filme zum Teil deutlich in den Schatten stellen. Durch rasante Schnitte und geschickte Musikuntermalung gräbt sich das Grauen tief in den Magen. Was Hauptdarstellerin Karina Testa in diesem Film durchmachen muss, ist beeindruckend. Ihre Leistung ist besonders hervorzuheben. Ihre Gegenspieler im Film lassen dafür Rob Zombies ‚Devil’s Rejects‘ aussehen wie harmlose Hinterwäldler.

„Frontier(s)“ bedient sich zwar großflächig bei Genreverwandten, besticht aber durch den Zusatz einiger direkt aus dem Leben gegriffener Motive, wie die Unruhen in Paris (die aber ehrlich gesagt nicht zur eigentlichen Handlung beitragen) und dem Neonationalsozialismus. Zudem versprechen die tadellose Inszenierung und die gute Leistung der unverbrauchten Darsteller ein durchaus sehenswertes Horrorerlebnis für Hartgesottene. So kann man über einige gnadenlose Klischeeeinsätze und ein, zwei Ungereimtheiten hinwegsehen. Xavier Gens liefert jedenfalls den uninspiriertesten aber optisch überzeugendsten französischen Schocker der letzten Jahre. Und von einer so dreckigen und bedrückenden Atmosphäre könnte sich so mancher Horror-Abklatsch eine Scheibe abschneiden.

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