Glauben ist alles!

DVD-Cover Glauben ist alles

7.5/10

Originaltitel: Keeping the Faith
USA | 2000 | 124 Min. | FSK: ab 6
Komödie, Liebesfilm
Regie: Edward Norton
Drehbuch: Stuart Blumberg
Besetzung: Edward Norton, Ben Stiller, Jenna Elfman u.a.
Kinostart: 20.07.00
DVD/Blu-Ray VÖ: 02.08.04

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Constantin Film

Worum geht’s?

Brian Finn, ein katholischer Priester, und Jake Schram, ein Rabbi, sind beste Freunde. Aus heiterem Himmel tritt Anna wieder in das Leben der beiden. In Kindheitstagen bildete sie mit Brian und Finn ein unzertrennliches Trio, bevor sie mit ihren Eltern wegziehen musste. Beim großen Wiedersehen als Erwachsene beginnen der Rabbi und, was noch komplizierter ist, auch der enthaltsame Priester, für Anna Gefühle zu entwickeln, die über Freundschaft hinausgehen.

Wie ist der Film?

Szenenbild Glauben ist alles!Edward Norton („Fight Club“) macht einen guten Job in dieser romantischen Komödie, zumal er nicht nur als Hauptdarsteller, sondern erstmals auch als Regisseur und Produzent fungierte. Mit der Geschichte um die von gleich zwei Männern geliebte Frau hat Norton sich zwar nichts Neues ausgesucht, doch das Drehbuch enthält durchaus ein paar eigene, reizvolle Komponenten und vor allem gute, spritzige Dialoge, vorgetragen von einer glänzenden Besetzung – fast in Tradition der klassischen Screwball-Comedys.

Zuweilen setzt „Glauben ist alles!“ auf albernen Slapstick-Humor und stellt den Realismus weit hinten an. Kann man sich mit diesem Umstand anfreunden, steht der Unterhaltung nichts mehr im Wege. Ben Stiller („Voll auf die Nüsse“, „Tropic Thunder“) – witzig wie eh und je, hier aber auch ernstzunehmend, Serienstar Jenna Elfman („Dharma & Greg“) – mit ihrem Selbstbewusstsein entwaffnend charmant –, und schließlich Edward Norton, der nach einigen ernsteren Rollen zeigt, was für ein guter Komödiant er sein kann, funktionieren hervorragend als Trio aus drei starken, liebenswerten Charakteren. Außerdem versteht es „Glauben ist alles!“, durch clever eingesetzte Nebenfiguren die Stimmung weiter anzuheben.

Bemerkenswert ist, dass die Handlung sich immerzu nach vorne bewegt, obwohl so eine Dreieckskonstellation eigentlich schnell Gefahr läuft, auf der Stelle zu treten. Satte zwei Stunden weiß die technisch solide Inszenierung ohne deutliche Durchhänger zu füllen, Hut ab. Zugunsten der guten Laune werden auch diverse Klischees bedient (siehe z.B. das Finale), aber es tut nicht weh. „Glauben ist alles!“ ist ein mit besonders gelungenen Charakteren ausgestatteter, überaus beschwingter Wohlfühlfilm, der seine Schwächen durch den hohen Unterhaltungsfaktor entschuldigt. Größter Trumpf und originelles Markenzeichen von Nortons Regie-Debüt ist dabei die klug eingebaute Religionsthematik, wobei der Film dadurch weder wirklich religiös, noch anmaßend gegenüber Gläubigen wird. Eine gelungene Romantikkomödie. Amen.

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3 Kommentare

  1. Einer der schönsten Filme die Ich je gesehen habe wenn es um
    Liebesfilme geht. Drei Liebevolle Schauspieler die eine Story erzählen
    die trotz ihrer Abwegigkeit doch recht liecht das Herz berührt.

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