Godzilla II: King of the Monsters

Filmposter Godzilla II

8/10

Originaltitel: Godzilla: King of the Monsters
USA | 2019 | 132 Min. | FSK: ab 12
Thriller, Science-Fiction, Action, Abenteuer
Regie: Michael Dougherty
Drehbuch: Max Borenstein, Michael Dougherty, Zach Shields
Besetzung: Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown, Ken Watanabe, Sally Hawkins u.a.
Kinostart: 30.05.19
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © 2019 Warner Bros. Ent.

Worum geht’s?

Emma Russell arbeitet für die Organisation Monarch und studiert riesige Monster – genannt Titanen –, die einst über die Erde herrschten. Die Titanen erwachen nach und nach zu neuem Leben. Mit ihrem Ex-Mann entwickelte Emma ein Gerät namens ‚Orca‘, das zähmende Frequenzen aussendet, die nur die Titanen hören. Doch um die Welt im Gleichgewicht zu halten braucht es Godzilla, der sich einigen deutlich feindseligeren Kreaturen gegenüberstellt.

Wie ist der Film?

Szenenbild Godzilla IINach dem herausragenden Reboot „Godzilla“ (2014) bemängelten viele Fans, Godzilla sei zu selten zu sehen gewesen (und waren dabei blind für die Eleganz des Spannungsaufbaus). „Godzilla II: King of the Monsters“ räumt der Titelfigur freilich genug Auftrittszeit ein und übertrumpft den Vorgänger auch in anderen Belangen. Superlative, mit denen schon der erste Teil beschrieben wurde, werden jetzt noch nachdrücklicher gebraucht. Die Fortsetzung entfesselt eine der monumentalsten Monsterschlachten der Kinogeschichte.

„Godzilla II“ ist pures Überwältigungskino und versetzt selbst verwöhnte Sci-Fi- und Fantasy-Nerds ins Staunen. Obwohl die Crew nach Teil 1 weitgehend ausgetauscht wurde, sind Look und Grundstimmung weitgehend gleichgeblieben. Die CGI-Titanen überzeugen, weil sie wieder organisch mit ihrer düster-dreckigen Umgebung verschmelzen. Unterdessen erreicht die Action neue Dimensionen, und die alten, japanischen Godzilla-Filme werden direkter zitiert: Zum einen tauchen Monster-Legenden wie Mothra oder Ghidorah auf, aber auch Godzillas Schrei tönt diesmal viel näher an der Urversion, und die Musik beinhaltet sogar eine Interpretation des kultigen Originalthemas. Eine famose Symbiose aus Hommage und technischem Fortschritt.

Bei einem Dauerbeschuss durch visuelle Effekte ist irgendwann ein Punkt erreicht, an dem man innerlich abschaltet und nur noch ‚Rauschen‘ wahrnimmt – kurz vor diesem Punkt versteht es „Godzilla II“, zu menschlichen Figuren zurückzukehren, um das Publikum ausreichend gebannt zu halten. Vera Farmiga („Conjuring – Die Heimsuchung“), Kyle Chandler („Super 8“) und „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown bilden eine würdige Nachfolge der Familie aus dem ersten Teil. Mit humorvollen Sprüchen wird immer wieder versucht, den absurden Monster-Auflauf ironisch zu brechen – vernünftig, stellenweise aber auch etwas zu erzwungen.

„Godzilla II: King of the Monsters“ zeigt als eindrucksvolle Analogie, wie hart die Natur zurückschlägt, wenn der Mensch sie zu hart unterdrückt. Bombastischere Bedrohungen als den neuaufgelegten, dreiköpfigen Ghidorah hat es in der Filmwelt selten bis nie gegeben. Auch die anderen Kreaturen sind ein Augen- und Ohrenschmaus. Und die Menschen halten das Gewirr zusammen. Zugegeben, Teil 1 arbeitete narrativ geschickter, Teil 2 ist dafür noch spektakulärer. Unbedingt im Kino genießen – diesmal erst recht. Das sogenannte MonsterVerse, zu dem auch „Kong: Skull Island“ gehört, wird 2020 mit „Godzilla vs. Kong“ weitererzählt – mächtiger kann es aber eigentlich nicht mehr werden.

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