Originaltitel: Harold & Kumar Escape from Guantanamo Bay
USA | 2008 | ca. 103 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Direct-to-DVD
Regie: Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg
Drehbuch: Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg
Schauspieler: John Cho, Kal Penn, Rob Corddry, Danneel Harris, Paula Garcés u.a.
Kinostart: —
DVD/Blu-Ray VÖ: 17.10.08
Worum geht’s?
Der Inder aus “Party Animals” und der Asiate aus “American Pie”, wie sie zu werbezwecken immer so schön genannt werden, erleben ihr zweites Abenteuer. Nachdem die zwei ungleichen Kiffer-Freunde von Heißhunger getrieben auf dem Weg zum Burgerladen “White Castle” von einer verrückten Szenerie in die nächste schlidderten, geht es nun daran, Harolds Nachbarin und Traumfrau Maria nach Amsterdam zu folgen. Auf dem Flug werden die beiden dank einer selbstgebauten Hightech-Bong, die zu viel Ähnlichkeit mit einer Bombe hat, für Terroristen gehalten und verhaftet. Der beschränkte Secretary Fox schickt die zwei Pechvögel kurzerhand nach Guantanamo Bay, von wo sie aber durch einen glücklichen Zufall entkommen können. Mit der Hilfe von Freunden versuchen Harold und Kumar dem Auge des Gesetzes zu entwischen und Amsterdam doch noch zu erreichen. Natürlich verläuft auch diese Reise nicht ohne das Zusammentreffen mit einigen schrägen Figuren…
Wie ist der Film?
Es kommt nicht von ungefähr, dass die Charaktere Harold und Kumar bekannten Teenie-Komödien entliehen wurden. Die beiden sind kultverdächtig. Wer sich filmische Abenteuer dieser beiden reinzieht, sollte wissen, was einen erwartet. Der Hauch von Handlung lässt ausreichend Platz für ein Potpourri flacher Gags unter der Gürtellinie. Fehlende Logik wird mit einer ordentlichen Portion Geschlechtsteile ausgeglichen. Die vielen sinnfreien Einschübe von komplett absurden Begebenheiten in die ohnehin schon behämmerte Geschichte machen endgültig klar, dass es sich um eine Nonsense-Kiffer-Komödie für heitere Runden handelt. Die meist alles andere als feinfühlig getimten Dialoge bieten immerhin einige saukomische Zeilen. Einen weiteren Lichtblick bildet die herrliche Parodie auf den arroganten Officer des Polizeifilms. Die sich durch den gesamten Film ziehende witzige Auseinandersetzung mit Rassendiskriminierung gaukelt Anspruch vor, lässt dank durchgehend derber Zoten aber nicht vergessen, woran man hier ist.
Neben genialen und urkomischen Einfällen, wie Kumars Traum von einem Dreier der besonderen Art, werden auch altbekannte Variationen des Fäkalhumors nicht ausgelassen. Wer sich diesen absurden Trip zu Gemüte führt, muss einfach nur Spaß haben wollen. Wie schon Teil 1 wird dieser Film durch die Bank positiv aufgenommen. Das liegt daran, dass sich Gegner des Genres erst gar nicht in diesen Film verirren. Zudem sind die Gags so frech und irrsinnig, dass man um das Lachen einfach nicht herumkommt. Was Fans von lockerleichten Kiffer-Komödien erwarten, das bekommen sie auch. Das unverwechselbare Hauptdarsteller-Duo weiß zu unterhalten. Leider ist die deutsche Synchro etwas missraten, daher empfiehlt sich besonders die Originalfassung. “Harold und Kumar 2″ ist ein erhobener Mittelfinger für jeden Spießer, den man am besten einfach nur abfeiern sollte.
Wertungen (ø 7.3) [?]
5.5 – wieistderfilm.de
8.0 – Arne Hübner
8.5 – Thomas Hunziker
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