Harry und Sally

Filmposter Harry und Sally

9/10

Originaltitel: When Harry Met Sally…
USA | 1989 | ca. 96 Min. | FSK: ab 16
Komödie, Liebesfilm
Regie: Rob Reiner
Drehbuch: Nora Ephron
Besetzung: Billy Crystal, Meg Ryan, Carrie Fisher u.a.
Kinostart: 14.09.89
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.07.03

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Harry und Sally lernen sich als junge Studenten auf einer langen Autofahrt nach New York kennen. Am Ziel angekommen, trennen sich ihre Wege zunächst wieder. Harry ist der Meinung, Mann und Frau können unmöglich Freunde sein, da der Sex immer dazwischen komme. Innerhalb der nächsten zehn Jahre laufen sich die beiden immer wieder zufällig über den Weg, wobei Harrys umstrittene These auf die Probe gestellt wird.

Wie ist der Film?

„Harry und Sally“ ist schlichtweg die Screwball/Romantik-Komödie der 80er Jahre. Ein knuffiges Hauptdarstellerpaar, das, ganz im Sinne der Geschichte, nicht so recht zusammenzupassen scheint, aber in gewisser Weise doch wunderbar harmoniert, liefert sich pausenlose Dialoge zum Niederknien. Es gibt praktisch nichts als Gerede in dieser Liebesgeschichte. Das aber mit viel Witz gespickt und so spritzig, charmant, pfiffig und einfühlsam, das man dabei nichts vermisst. Wie glaubwürdig sich diese Beziehungskiste über so viele Jahre erstreckt, bis die wahre Liebe sich endlich entfaltet, ist zusätzlich faszinierend. Woody Allen hätte es nicht besser machen können, und so wurde das Drehbuch auch zu Recht für den Oscar nominiert. Entgegen des Hypes um die Orgasmus-Szene im Restaurant stellt u.a. ein Vierer-Gespräch am Telefon ein echtes filmisches Highlight dar.

Das sympathische und natürlich wirkende Nebendarstellerpaar, bestehend aus Carrie Fisher („Blues Brothers“, „Krieg der Sterne“) und Bruno Kirby („Sleepers“, „Donnie Brasco“), sowie der locker-flockige Swing-Soundtrack liefern eine willkommene Garnierung der stetigen Wortgefechte. Somit bietet Rob Reiners Liebesfilm unterm Strich beste Unterhaltung und eine der gelungensten Abhandlungen über das Zusammenleben der Geschlechter überhaupt. Angenehm arm an Kitsch und in seinem Genre weitestgehend unerreicht, ziemlich zeitlos und immer wieder absolut sehenswert.

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