Im Weltraum gibt es keine Gefühle

Filmposter Im Weltraum gibt es keine Gefühle

7.5/10

Originaltitel: I rymden finns inga känslor
SE | 2010 | ca. 85 Min. | FSK: ab 6
Komödie, Drama
Regie: Andreas Öhman
Drehbuch: Andreas Öhman, Jonathan Sjöberg
Besetzung: Bill Skarsgård, Martin Wallström, Cecilia Forss u.a.
Kinostart: 24.11.11
DVD/Blu-Ray VÖ: 27.04.12

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Arsenal Filmverleih

Worum geht’s?

Simon hat das Asperger-Syndrom. Er möchte nicht angefasst werden und lebt in einer von strengen Ritualen und Mathematik dominierten Welt. Weil sein großer Bruder Sam der einzige ist, der ihn versteht und sich gut um ihn kümmert, zieht Simon von seinen Eltern aus und bei ihm ein. Dadurch vertreibt er allerdings Sams Freundin, die Sam brauchte, so wie Simon Sam braucht. Daraufhin beginnt Simon auf seine ganz eigene Weise, eine neue Partnerin für Sam zu suchen.

Wie ist der Film?

Szenenbild Im Weltraum gibt es keine Gefühle2010 berührte der New Yorker Max in dem australischen Animationsfilm „Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?“ mit seinem vom Asperger-Syndrom bestimmten Alltag die Publikumsherzen. Ein Jahr später kommt aus Schweden ein neuer, auch sehr gelungener Beitrag zum Thema, diesmal als Realfilm und in noch etwas heiterem Grundton: „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“, eine Geschichte über die Komplikationen von Einfachem und der Einfachheit von Kompliziertem. Im sensiblen Umgang mit der Entwicklungsstörung, die Fluch und Gabe ist, erklärt der Film auf liebenswerte Weise die Welt, sorgt für Lacher, vergisst aber auch nicht die Schattenseiten.

Der schrullige Charme dieser Drama-Komödie ist so bemüht und berechnet, dass er schon wieder funktioniert. Ganz ähnlich wie der Plan der Hauptfigur, gut gespielt von Bill Skarsgård, Sohn von Stellan Skarsgård („Thor“, „Melancholia“). Hervorzuheben ist noch Cecilia Forss, welche in ihrer ersten Spielfilm-Hauptrolle die eigentlich sehr klischeebeladene Rolle des chaotischen Liebchens als Gegenpol des Protagonisten angenehm frisch interpretiert.

So konstruiert „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ auch sein mag, das Ende verdient sich viele Pluspunkte, weil nicht zu sehr ausformuliert und romantisiert, aber trotzdem eine herzerwärmende Stimmung getroffen wird. Zusammen mit einer sorgfältigen Ausstattung, gut durchdachter Kameraarbeit und vielen visuellen Schmankerln ergibt sich daraus ein clever gemachter, sehenswerter Außenseiter-Film zum Wohlfühlen. Da hat Regisseur und Autor Andreas Öhman, der kaum älter ist als seine jungen Figuren, ein vielversprechendes Spielfilmdebüt vorgelegt.

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