Independence Day

Filmposter Independence Day

8.5/10

Originaltitel: Independence Day
USA | 1996 | ca. 147 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Action
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Dean Devlin
Besetzung: Will Smith, Bill Pullman, Jeff Goldblum, Mary McDonnell, Judd Hirsch, Vivica A. Fox, Margaret Colin u.a.
Kinostart: 19.09.96
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.05.04/25.02.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Schnittbericht

Worum geht’s?

Kurz vor dem 4. Juli taucht ein gigantisches Raumschiff in der Erdatmosphäre auf. Daraus lösen sich mehrere kleinere Raumschiffe von rund 30 Kilometern Durchmesser und schweben über verschiedenen Weltmetropolen. Der US-Präsident hofft auf ein friedliches Treffen, doch Satellitentechniker David Levinson entschlüsselt einen Code, der auf einen Angriff hindeutet.

Wie ist der Film?

Gute Katastrophenfilme leben von zwei essentiellen Komponenten: erstens eine mitreißende Katastrophe und zweitens mitreißende Katastrophenopfer. Wo viele Filme jener Gattung schon an einem der beiden Punkte scheitern, geht „Independence Day“ in die Vollen. Inhaltliche Schwächen werden vom hohen Spaßfaktor einfach hinweggepustet.

Roland Emmerichs Mammutprojekt bietet nicht nur atemberaubende Effekte, die selbst nach 20 Jahren noch überzeugen, sondern auch eine einfühlsam gestaltete Charakterriege. Für nahezu jede relevante Zielgruppe steht die passende Identifikationsfigur parat. Die Handlungsstränge werden elegant miteinander verknüpft und auserzählt, ohne jemanden aus den Augen zu verlieren. Jeff Goldblum gibt denselben Wunderling, den man schon in „Jurassic Park“ lieben lernte, Will Smith hebt den lässigen Actionhelden aus „Bad Boys“ auf die nächste Stufe und Bill Pullman spielt den wohl coolsten Präsidenten, den Amerika nie hatte. Auch die Nebenrollen sind trefflich besetzt.

„Independence Day“ zieht praktisch alle Register des Popcornkinos: „Krieg der Sterne“ und „Top Gun“ treffen auf eine Hommage an die metaphorischen Invasionsfilme der 50er, gewürzt mit Familiendrama und feinstem Buddy-Humor. Emmerich schafft es tatsächlich, daraus etwas Eigenes zu kreieren und sämtliche Elemente zu einer stringenten Geschichte zu verbauen. Dass er die USA dabei als Zentrum der Welt inszeniert, hinterlässt natürlich einen schalen Beigeschmack. Doch mit einem Augenzwinkern lässt sich der pathetische Grundton gut ertragen, zumal der Film letztendlich für globalen Zusammenhalt appelliert und politisch harmlos bleibt.

Seinerzeit war er das Nonplusultra des Blockbuster-Kinos; heute erweist er sich als erstaunlich gut gealtert. „Independence Day“ bereitet mit faszinierender Action und liebenswerten Charakteren (die im acht Minuten längeren Extended Cut noch näher beleuchtet werden) einen Riesenspaß, sodass Pathos sowie teils fadenscheinige Plot-Konstrukte kaum ins Gewicht fallen. Eine der unterhaltsamsten Alien-Invasionen der Filmgeschichte.

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