It’s Kind of a Funny Story

DVD-Cover It's Kind of a Funny Story

6.5/10

Originaltitel: It’s Kind of a Funny Story
USA | 2010 | 101 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Drama, Coming-of-Age
Regie: Anna Boden, Ryan Fleck
Drehbuch: Anna Boden, Ryan Fleck
Besetzung: Keir Gilchrist, Zach Galifianakis, Emma Roberts u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.07.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Universal | film zeit
Bild © Universal

Worum geht’s?

Der 16-jährige Craig hat Freunde und eine intakte Familie, leidet aber dennoch unter Depressionen. Als er ernsthaft über Selbstmord nachdenkt, entscheidet er sich dafür, im Krankenhaus um Hilfe zu bitten. Obwohl er eigentlich lieber nur Psychopharmaka verschrieben bekommen hätte, landet er schließlich für fünf Test-Tage in der Psychiatrischen Klinik. Dort macht er interessante Bekanntschaften und gewinnt eine neue Sicht auf sein Leben.

Wie ist der Film?

Weder eine deutsche Kinoauswertung (schade) noch ein bescheuerter deutscher Titel (halleluja, es scheint noch Hoffnung zu geben) wurden „It’s Kind of a Funny Story“ zuteil. Daher entzog sich der grundsympathische, unterhaltsame Film des Regie-Duos Anna Boden und Ryan Fleck („Half Nelson“) hierzulande einem breiten Publikum weitgehend und lässt sich unter ‚Geheimtipp‘ verbuchen. Einziger echter Blickfang ist die Beteiligung des Comedy-Durchstarters Zach Galifianakis („Hangover“, „Dinner für Spinner“), und das zu Recht, denn Galifianakis zeigt sich hier eindrucksvoller denn je.

„It’s Kind of a Funny Story“ ist eine entspannte Indie-Komödie, reichlich konstruiert und klischeebeladen, aber dafür mit vielen sympathischen Charakteren und Schmunzel-Momenten. Darin verbirgt sich eine klassische Geschichte von Lebensbejahung und dem Erwachsenwerden, deren Grundton von vielen witzigen und visuell interessanten Ich-Erzähler-Ideen bestimmt wird. Emma Roberts („Scream 4“) zeigt, dass sie dabei ist, sich als ernstzunehmende Schauspielerin zu etablieren, und Zach Galifianakis tut es ihr gleich, indem er seiner Paraderolle des Wirrkopfs eine erstaunliche Portion Tiefgang verleiht, was in dieser Form wohl kaum jemand erwartet hätte. Nett: Auch in den Nebenrollen sind mehrere bekannte Gesichter zu entdecken, darunter Fast-Oscarpreisträgerin Viola Davis aus „Glaubensfrage“.

Es ist ein zweischneidiges Schwert. Trotz des genreunüblichen Settings kommt einem in „It’s Kind of a Funny Story“ alles irgendwie (zu) bekannt vor, sei es aus diversen Teenie-Komödien oder eben aus „Einer flog über‘s Kuckucksnest“ (Jack Nicholson als Querdenker in der Irrenanstalt). Zwar kann man gut mit den Figuren mitfühlen und sich an ein paar frischen Ideen erfreuen, dennoch schafft der Film es nicht, aus seinen für das Publikum inzwischen nur allzu geläufigen Strukturen auszubrechen. Aber allein schon der endlich seriöse Galifianakis schafft es, noch einiges herauszureißen.

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3 Kommentare

  1. Danke dir für diesen Geheimtipp!
    Hab ihn soeben angesehen und finde ihn einfach herrlich. 😉
    Ja, es sind viele vorhersehbare Elemente im Film, aber ich finde die Geschichte trotzdem sehr nett und habe viel Spaß gehabt. Die lustigen Stellen, die traurigen, die rührseeligen, die romantischen und die verrückten sind alle sehr gut und der Film gefällt mir echt gut!

  2. Die Psychologie nennt diese Menschen „Hoch-Sensible-Personen“ die mit 15-20% in der Bevölkerung jeder Nation vertreten sind. In früheren Zeiten waren sie aufgrund ihrer Sensibilität, Intuitiven Fähigkeiten oft gepaart mit hoher Intelligenz,geschätzt und angesehen.
    Die heutige Zeit mit ihrer Political Correctness und ihrem egozentrischen Erfolgsstreben läßt diesen Menschen kaum noch eine Chance, könnten sie doch mit ihrer zukunftsorientierten Aufmerksamkeit viel gutes bewirken – schade.
    Gott sei Dank können sie sich heute bei Psychiatern und Psychologen verständnisvolle Hilfe holen.

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