Justice League

Filmposter Justice League

6/10

Originaltitel: Justice League
USA | 2017 | 141 Min. | FSK: ab 12
Comicadaption, Action, Science-Fiction, Fantasy
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Chris Terrio, Joss Whedon
Besetzung: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Gal Gadot, Ezra Miller, Jason Momoa, Ray Fisher, Jeremy Irons u.a.
Kinostart: 16.11.17
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
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Bilder © 2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC-DUNE ENTERTAINMENT LLC

Worum geht’s?

Durch Supermans selbstloses Handeln ist Batmans Vertrauen in die Menschheit wieder erstarkt. Zusammen mit Diana Prince alias Wonder Woman möchte er ein Team aus Metamenschen rekrutieren, um neue Bedrohungen für die Erde zu bekämpfen. Fündig werden die beidem im Beschützer der Meere, einem Cyborg und einem unglaublich flinken Jugendlichen.

Wie ist der Film?

Nach „Man of Steel“, „Batman v Superman: Dawn of Justice“ und „Wonder Woman“ feiert das DC Extended Universe ein erstes großes Klassentreffen der bereits vorgestellten Zugpferde, und schmeißt dabei noch weitere Figuren in den Topf. Der Vergleich mit den Avengers von der Konkurrenz Marvel ist nicht nur naheliegend, er wirkt regelrecht erzwungen. Dabei konnte die Justice League nur verlieren, hält sich aber mit solider Genre-Unterhaltung über Wasser.

Szenenbild Justice LeagueDie schönsten (Fan-)Momente in „Justice League“ sind wohl die, in denen Komponist Danny Elfman sein legendäres „Batman“-Thema von 1989 zitieren darf. Eine schöne Idee von DC, ihn hinzuzuziehen. Doch damit nicht genug: Ausgerechnet Joss Whedon, Regisseur und Autor von „Marvel’s The Avengers“, war maßgeblich am Drehbuch von „Justice League“ beteiligt. Da Whedon es meisterlich versteht, viele Hauptfiguren in einem Film unterzubringen, sorgt er für eine gewisse Ordnung in der Handlung. Als Kehrseite der Medaille zeigen sich auffällige Parallelen zwischen Batmans Truppe und den Marvel-Helden.

Während sich im Avengers-Universum alles um die sechs Infinity-Steine dreht, jagt die Justice League drei sogenannten Mutterboxen nach – eine abgespeckte Variante. Als Superbösewicht dient eine mythologische Gottesfigur – nur im Vergleich zum charismatischen Loki von Marvel bleibt der komplett computeranimierte Steppenwolf in „Justice League“ fad und seelenlos. Zur humorigen Auflockerung trumpft „Justice League“ mit dem Flash auf, gespielt vom begnadeten Ezra Miller („Vielleicht lieber morgen“). Seine Gags allerdings wurden längst von der X-Men-Reihe (auch aus dem Hause Marvel) vorweggenommen, und zwar besser, mit dem superflinken Quicksilver („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“).

Kurzum: „Justice League“ wandelt auf ausgetretenen Pfaden; es sind schwere Zeiten für Superheldenfilme. Alles hat man so ähnlich schon mal gesehen, mit interessanteren Antagonisten, mehr Humor und sogar mit besseren Effekten, weshalb der Funke nicht so recht überspringen mag. Dennoch ist Regisseur Zack Snyder annehmbares Popcorn-Kino gelungen, das die einzelnen Hauptfiguren stimmig einführt und zusammenbringt. Sämtliche Publikumslieblinge bekommen ihre eigenen netten Momente. Dieser vorläufige Höhepunkt im Franchise ist keiner, denn das DC Extended Universe bleibt schlicht und ergreifend ‚okay‘.

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