Kill The Boss

Filmposter Kill The Boss

7.5/10

Originaltitel: Horrible Bosses
USA | 2011 | 98 Min. | FSK: ab 16
Komödie
Regie: Seth Gordon
Drehbuch: Michael Markowitz, John Francis Daley, Jonathan Goldstein
Besetzung: Jason Bateman, Charlie Day, Jason Sudeikis, Kevin Spacey, Jennifer Aniston, Colin Farrell, Jamie Foxx u.a.
Kinostart: 01.09.11
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.01.12

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Die Freunde Nick, Kurt und Dale haben eine Gemeinsamkeit: Sie alle werden von ihren Chefs schikaniert. Nick steht unter einem hinterlistigen Betrüger, Dale unter einer sexuell belästigenden Erpresserin und Kurt unter einem diskriminierenden Nichtsnutz. Eine Kündigung kann sich keiner der drei leisten. Was als angenehme Vorstellung bei einem Feierabendbierchen beginnt, wird nach Erkenntnis der ausweglosen und unerträglichen Situation schließlich ernst: Nick, Kurt und Dale wollen ihre Bosse umbringen. Wie man so etwas anstellt, müssen sie allerdings erst herausfinden…

Wie ist der Film?

Zunächst wird „Kill The Boss“ von der kecken Grundidee getragen: Stars der oberen Hollywood-Liga verwandeln sich in Fieslinge und treten einem sympathischen Trio aus auf der Leinwand noch relativ unverbrauchten Gesichtern gegenüber. Ein wieder einmal genialer Kevin Spacey („L.A. Confidential“, „Männer, die auf Ziegen starren“) etabliert sich in Sekundenschnelle glaubhaft als formvollendetes Arschloch und erntet aufrichtige Hassliebe des Publikums. Eine wunderbar erfrischend gegen den Strich besetzte Jennifer Aniston („Bruce Allmächtig“, „…und dann kam Polly“) überzeugt als sexy Miststück. Colin Farrell („Brügge sehen… und sterben?“) fällt gegen die beiden (drehbuchbedingt) etwas ab, punktet aber mit seinem völlig skurrilen Auftreten, ähnlich Tom Cruise in „Tropic Thunder“.

…Doch eigentlich geht es um den erfahrenen aber bislang fast nur in Nebenrollen zu sehenden Jason Bateman („Hancock“, „Paul – Ein Alien auf der Flucht“), den vorwiegend durch Fernsehserien bekannten Charlie Day („It’s Always Sunny in Philadelphia“) und den zurzeit durchstartenden Jason Sudeikis („Alles erlaubt – Ein Woche ohne Regeln“). Sofort schlägt man sich auf die Seite der gekonnt als Sympathieträger eingeführten Drei und bleibt dort auch, weil sie großartig miteinander harmonieren. Man möchte da direkt vom neuen Wolfpack („Hangover“) sprechen, nur besteht die Truppe aus einem nicht ganz so bunten Mix, sondern aus drei besten Freunden, die einander stets ergänzen.

Etwa eine Stunde lang macht die Handlung einen sehr konstruierten Eindruck und ist in vielen Momenten vorhersehbar – was sie immerhin nicht groß daran hindert, bereits ziemlich witzig zu sein. Dann nimmt sie richtig an Fahrt auf und scheint sich zu verselbstständigen. Dieser Chaostrip der Hauptfiguren wischt dann auch die Bedenken ob der Durchschnittlichkeit der Komödie hinfort – dieses Jahr konnte man im Kino kaum mehr Spaß haben als in „Kill The Boss“. Eine sehr hohe Gag-Dichte gewährleistet, dass sich die Lacher in einem über den ganzen Film hinweg recht konstanten Rhythmus einstellen.

„Kill The Boss“ schafft es, über seine nette Prämisse hinaus zu einem echten Komödienhit zu wachsen. Das Witze-Sperrfeuer ist hauptsächlich einem perfekt funktionierenden Hauptdarstellertrio, dessen zum Niederknien spritzigen Dialogen und einer glänzenden, trotz verrückter Szenarien nie zu aufgesetzt wirkenden Situationskomik zu verdanken, ohne dass sonderlich viel Slapstick und Fäkalhumor bemüht werden muss. Zur Abrundung dienen schließlich noch einige prominente Gastauftritte. Das macht insgesamt einen tollen Gute-Laune-Film mit Originaldrehbuch, wie ihn Hollywood glücklicherweise immer noch wenigstens einmal im Jahr hinbekommt.

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2 Kommentare

  1. Also ich fand ihn nicht so unterhaltsam wie du offensichtlich…
    Ich habe auch gerne mal geschmunzelt, aber viel mehr auch nicht.
    Die Handlung und Witze sind meiner Meinung nach doch zu oft und zu leicht vorhersehbar.
    Aber ich fand die Besetzung auch klasse!

1 Trackback / Pingback

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